ReviewAlbum

Band
GLADIATORS 
Kategorie
Album 
Heft
RH #134 
Titel
Steel Vengeance 
Erscheinungsjahr
1998 
Note
8.0 

Daß sich rostfreier Stahl auch außerhalb von Solingen schmieden läßt, haben uns in den vergangenen Jahren ja bereits die norddeutschen Fact und Unrest sehr lautstark bewiesen. Jetzt schicken sich noch die GLADIATORS aus Markneukirchen an, mit ihrem Debüt-Album "Steel Vengeance'' im Lager der alten Accept- bzw. U.D.O.-Fans für Furore zu sorgen. Witzigerweise ist es ausgerechnet Unrests Sönke Lau, der die Band auf seinem Black Arrow-Label veröffentlicht und produziert hat. Wenn er sich da mal nicht eine zu mächtige Konkurrenz heranzüchtet. Gemessen an der hohen Qualität der elf Eigenkompositionen des GLADIATORS-Erstlings müßten die fünf Teutonen-Metaller nämlich im Zuge des Metal-Revivals leichtes Spiel haben, ganz weit oben mitzumischen. Es ist geradezu erschreckend, wie sehr Shouter Alex seinem großen Idol Udo Dirkschneider ähnelt! Und auch handwerklich läßt man nichts anbrennen, sondern setzt auf simpel gestrickten, sehr druckvollen Geradeaus-Metal mit starkem Hymnencharakter. Die Band legt eine derartige Spielfreude an den Tag, daß man es ihr noch nicht mal verübeln kann, daß sie im Prinzip nichts weiter als ein billiges Plagiat ist. Da Accept jedoch in ihrer Spätphase nie mehr diese Spritzigkeit erreicht und mittlerweile eh das Zeitliche gesegnet haben, dürften die GLADIATORS gute Chancen haben, in ihre übergroßen Fußstapfen zu treten. Cooles Teil!


Frank Stöver 8.0

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