ReviewDynamit

Band
SHADOWS FALL 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #209 
Titel
The War Within 
Erscheinungsjahr
2004 
Note
8.5 

(42:29)
Was sich schon auf dem letzten Album „The Art Of Balance“ (alleine in den Staaten verkaufte sich die CD bis dato mehr als 100.000 Mal) andeutete, wird mit dem vierten Streich des Massachusetts-Fünfers endgültig zur Gewissheit: SHADOWS FALL sind das fehlende Bindeglied respektive Scharnier zwischen Thrash und Metalcore mit - NWOAHM hin, NWOAHM her - eigener Nische.
Mittlerweile scheint sich die Waage aber mehr denn je in Richtung Metallica, Testament und Konsorten zu neigen, ohne dass die Jungs auf „The War Within“ völlig auf Elemente aus den Bereichen Hardcore, Power- und melodischer Death Metal verzichtet haben. Distanz zur Metalcore-Elite um Hatebreed, Killswitch Engage, Heaven Shall Burn, Caliban etc. wahrt man durch den Verzicht auf das sonst übliche Wechselspielchen zwischen ganz derbem Gebrülle und cleanen, epischen Vocals, selbst wenn Frontmann Brian Fair in dem Punkt vom Gitarrenduo Bachand/Donais tatkräftig unterstützt wird.
Zudem wäre da noch die eher traditionelle, aber nie altbacken klingende Produktion, die erneut in den erfahrenen Händen des Kollegen Zeuss lag. Bei SHADOWS FALL werden die Instrumente eben nicht derart künstlich aufgeblasen, bis die Computer rauchen. Gleichzeitig ist man trotz aller „Konzessionen“ an die Vergangenheit hip genug, um die Metalcore-Fraktion, In-Flames-Fans, aber auch tolerante Nu-Metaller nicht zu vergrätzen. Dafür sind Songs wie der treibende Beginner ´The Light That Blinds´, Riffmonster wie ´Enlightened The Cold´ und ´Ghosts Of Past Failures´ oder das von balladesken Parts durchsetzte ´What Drives The Weak´ beeindruckende Exempel.
Weiter so!


Buffo Schnädelbach 8.5