ReviewAlbum des Monats

Band
THRESHOLD 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #207 
Titel
Subsurface 
Erscheinungsjahr
2004 
Note
8.5 

(58:34)
Unglaublich, mit was für einer Selbstverständlichkeit das britische Sextett sein Schwindel erregend hohes kompositorisches Niveau von einem Album ans nächste weitervererbt, ohne sich dabei auch nur ansatzweise im Kreis zu drehen. An der Grundkonfiguration der letzten Donnerschläge „Critical Mass“ und „Hypothetical“ wurde wenig verändert - lediglich den Komplexitätsgrad erhöhte man leicht -, und dennoch klingt THRESHOLDS siebter Streich „Subsurface“ so taufrisch und einzigartig, als hätte es die Vorgängeralben nie gegeben. Karl Grooms und Nick Midsons kristallklare, wuchtige Gitarren ziehen den Hörer wie ein Traktorstrahl durch ein faszinierendes Klanguniversum, in dem die ungeheuer tighte und filigrane Rhythmus-Abteilung, Richard Wests perfekt mit den Gitarrenriffs verzahnte Sahnehäubchen-Keyboards und Andrew „Mac“ McDermotts ebenso warme wie raue Reibeisenstimme für permanentes Wetterleuchten in sämtlichen Himmelsrichtungen sorgen. Das Eröffnungstrio ´Mission Profile´/´Ground Control´/´Opium´ erspielt sich mit seiner perfekten Balance zwischen megaeingängigen Refrains und knallharter Metal-Power einen Ehrenplatz in der beeindruckenden THRESHOLD-Werkschau, und auch im weiteren Verlauf der Scheibe wird der Hörer mit topmodern produzierten Seelenstreichlern wie ´Pressure´ immer wieder in die Demutshaltung gezwungen. In dieser bestechend guten Form sind und bleiben THRESHOLD im melodischen Prog-Metal-Sektor unschlagbar!


Michael Rensen 8.5

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