ReviewAlbum

Band
SUPARED 
Kategorie
Album 
Heft
RH #189 
Titel
Supared 
Note
8.0 

(55:11)
Die Beständigkeit, in der sich Michael Kiske von nichts und niemanden in die Umsetzung seiner musikalischen Visionen hineinpfuschen lässt, verdient Respekt. Seit über sechs Jahren macht der ehemalige Helloween-Frontkürbis das, was er will, und wurde darin über die Jahre hinweg immer besser. "Supared" ist ein gleichermaßen modernes wie anspruchsvolles Rock-Album geworden, das noch weniger mit Michaels Helloween-Vergangenheit zu tun hat als seine letzten Veröffentlichungen. Zugegeben, "Supared" ist in puncto Eingängigkeit nicht gerade ein Kindergeburtstag: Songs wie ´Freak-Away´, ´Reconsider´ oder ´Can I Know Now´ (groovig, mit sehr geilem Solo-Part) fordern geradezu heraus und provozieren mit sorgfältig eingeflochtenen Melodielinien der ungewöhnlichen Sorte, feinen Soundtüfteleien und überraschenden Grooves. Hat man sich aber erst einmal auf das eigenwillige Songmaterial eingelassen, fügt sich "Supared" Mosaikstein für Mosaikstein zu einem faszinierenden Gesamtbild zusammen. Songs, die man während der ersten zwei Durchläufe abgrundtief hasste, lassen plötzlich nicht mehr los und dienen als Ausgangspunkt für weitere Erkundungstrips durchs Super-Rot. Hört euch dieses spannende Album unbedingt ein paar Mal über Kopfhörer im Shuffle-Modus eures CD-Players an und genießt dabei besonders ´Dancers Bug´ und das wunderschöne ´A Bit Of Her´!
Eine Scheibe, die man nicht (sofort) lieben muss, aber ganz sicher eine der intelligentesten Veröffentlichungen der letzten Monate. Spitze!


Daniel Böhm 8.0

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