ReviewAlbum des Monats

Band
BRUCE DICKINSON 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #120 
Titel
Accident Of Birth 
Erscheinungsjahr
1997 
Note
9.5 

BRUCE DICKINSON meldet sich zurück - und zwar mit dem bislang stärksten Metal-Album des Jahres '97! Die Vorschußlorbeeren, die Chris Leibundgut in den News des Februar-Heftes verteilte, waren absolut berechtigt, das Comeback des ehemaligen Maiden-Fronters hätte nicht beeindruckender ausfallen können - zumal die '96er "Skunkworks"-Scheibe ein klassischer Rohrkrepierer war. Aber Bruce'Ausflüge in "alternative" Welten sind Vergangenheit, der Gute ist wieder klar im Kopf (wie auch sein alter Maiden-Kumpel Adrian Smith, der den Pfad der Tugend ebenfalls wiedergefunden hat) und knallt uns ein Brett vor den Latz, mit dem wohl kaum jemand gerechnet hätte! Bruce singt wie ein junger Gott - eigentlich besser und ausdrucksstärker denn je - und hat sich beim Songwriting an den Meilensteinen seiner Maiden-Jahre orientiert, wobei ihm der neue/alte Sidekick Adrian Smith wie gerufen kam. Nach dem netten, aber nicht weltbewegenden Opener 'Freak' folgen mit einer Ausnahme ('Welcome To The Pit') nur noch Killer, von denen die meisten ('Darkside Of Aquarius', 'Accident Of Birth', 'Man Of Sorrows', 'Road To Hell', 'Omega', 'Star Children' & 'Magician') das Zeug zu echten Klassikern haben und in keiner Metal-Sammlung fehlen dürfen. Ich könnte jetzt seitenweise weiterschwärmen oder euch erzählen, wie oft ich das Vorabtape dieses Meisterwerks, das sämtliche Schattierungen von heftig bis gefühlvoll abdeckt, bereits gehört habe - aber ich belasse es bei der Feststellung, daß Bruce Dickinson und Adrian Smith ihr bestes Material seit "Seventh Son Of A Seventh Son" abgeliefert haben. Und weil gewisse Kollegen im Hause Rock Hard mit dem Arsch auf den Ohren sitzen und nicht einsehen wollen, daß "Accident Of Birth" die Konkurrenz klar aussticht, befinde ich mich ab sofort im Hungerstreik: Mal sehen, wer zuerst umkippt!


Götz Kühnemund 9.5

AMAZONEMPFEHLUNG