ReviewDynamit

Band
THE GOD MACHINE 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #89 
Titel
One Last Laugh In A Place Of Dying 
Erscheinungsjahr
1994 
Note
8.0 

Der Titel "One Last Laugh In A Place Of Dying" ist nicht nur eine den düsteren THE GOD MACHINE-Sound optimal charakterisierende Beschreibung, sondern hat leider eine tiefere Bedeutung: Bassist Jimmy Fernandez verstarb unmittelbar nach den Aufnahmen am 23. Mai an einem Gehirntumor. Noch ist ungewiß, ob die beiden verbliebenen Musiker Robin Proper-Sheppard und Ronald Austin die Band weiterführen werden, da die Musiker eine sehr enge Beziehung zueinander hatten und in einer Trio-Formation der Input des einzelnen natürlich besonders wichtig ist. Falls sich die in London lebenden Kalifornier auflösen sollten, wäre das jedenfalls sehr schade, denn auch dieser zweite Longplayer ist wieder ein gelungenes Werk geworden. Im großen und ganzen wird die Linie des '92er-Debüts fortgeführt, wenngleich das Repertoire des energetischen, nach einer LSD-verschleierten von Warrior Soul klingenden Materials um einige ruhigere Songs erweitert wurde. Dabei ist es ganz egal, ob sich die Gott-Maschine einem leidenschaftlichen Spielrausch hingibt (u.a. 'Mama' & 'The Devil Song'), oder mit Hilfe von Streichereinlagen beschauliche, atmosphärische Töne anschlägt (z.B. 'In Bad Dreams' & 'The Hunter') - intensiv ist das Hörerlebnis allemal. Die bereits auf dem Debüt mit 'The Desert Song' und 'The Piano Song' eingeschlagene 'Originelle' Titelgebung, die hier immerhin sieben (!) Fortsetzungen findet, zeugt zwar nicht gerade von Einfallsreichtum (eher von Pseudo-Anspruch), un der dudelige Totalausfall 'The Sunday Song' sorgt für einen unschönen Abschluß, aber trotzdem kommen THE GOD MACHINE dank ihrer Tiefe unterm Strich auf acht Punkte.


Marcus Schleutermann 8.0

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