ReviewDynamit

Band
HYPOCRISY 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #145 
Titel
Hypocrisy 
Erscheinungsjahr
1999 
Note
9.5 

Der Neuanfang ist also vollzogen. HYPOCRISY machen weiter, und dem Longplayer, der quasi den Beginn des zweiten Lebensabschnitts der Band markiert, haben die Schweden demzufolge auch keinen Namen gegeben. Und doch wird gerade über diese Platte sehr viel diskutiert werden. Der eine oder andere Vertreter der reinen death-metallischen Lehre wird vielleicht verständnislos den Kopf schütteln und sich darüber ärgern, daß eine der letzten alteingesessenen Bands, die bislang ausschließlich brutalsten Death Metal fabrizierte, die musikalische Marschrichtung deutlich verändert hat - und wird dann hinterher zugeben müssen, daß große Melodien schon immer ein fester Bestandteil im Sound von HYPOCRISY waren. Andere werden diesen Schritt als natürliche Weiterentwicklung akzeptieren, und wieder andere könnten erstaunt feststellen, daß sie plötzlich Gefallen an einer Band finden, um die sie zuvor einen großen Bogen gemacht haben. Aber der Reihe nach: Der Opener 'Fractured Millenium' ist der definitive Ohrwurm der Platte und dürfte euch schon von der letzten Rock Hard-Dynamit-CD bekannt sein. Mit 'Apocalyptic Hybrid' und dem punkigen 'Time Warp' sind wieder zwei Hyperspeed-Kracher vertreten, die die zuerst angesprochene Fangruppe der Band bedienen. Die wirklichen Highlights der Scheibe liegen aber klar bei majestätischen Midtempo-Hymnen wie 'Elastic Inverted Vision', 'Paranormal Mysteria' oder 'Until The End', nicht zu vergessen das stark hitverdächtige 'Reversed Reflections', das alle Leute begeistern dürfte, die mit der neuen Paradise Lost nix anfangen können. Man darf also resümierend feststellen, daß Peter Tägtgren und seine Mannen den richtigen Entschluß gefaßt haben. Der Metal-Welt hätte ein starkes Stück Musik gefehlt, wenn diese Platte nicht erschienen wäre.


Frank Albrecht 9.5

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