ReviewDemo-Review

Band
HELLHEAD 
Kategorie
Demo-Review 
Heft
RH #327 
Titel
Hellhead 
Erscheinungsjahr
2014 
Note

(42:48)
Einfach machen es einem HELLHEAD nicht. Die Norddeutschen klingen zwar vordergründig simpel, lassen sich aber kaum in gängige Schubladen packen. Die in der Bio genannten Social Distortion und Turbonegro hört man nicht weiter raus. Das mag zum Teil an d  en deutschen Texten liegen, die - bei einer Band aus Wilhelmshaven nicht weiter verwunderlich - eine gewisse Wind-, Wetter- und Seefahrer-Affinität aufweisen. Daher klingt man glücklicherweise auch nicht nach den ebenfalls herangezogenen Toten Hosen, sondern versprüht eine angenehme Melancholie, die sich perfekt mit dem druckvollen Instrumental-Teppich (Produzent: Jörg Uken) ergänzt. Das Ergebnis erinnert trotz einiger gewollter und daher schon wieder cooler verbaler Flachheiten („Bangen, bangen und laut schreien!“) an Slimes Erich-Mühsam-Huldigung „Sich fügen heißt lügen“, könnte zudem manchem Rachut-Schüler munden, sollte aber auch eher bodenständige Genossen ansprechen.
* Hörproben gibt´s unter www.hellhead.de und www.facebook.com/hellheadband.


Jan Jaedike

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