RH #338Smalltalk

BLEEDING

Schneller als Psychotic Waltz

BLEEDING

BLEEDING gelten seit ihrer ersten Demo-EP (2012) als einer der interessantesten deutschen Prog-Metal-Newcomer. Abseits von totgedudelten Genre-Plattitüden konnte der Fünfer aus Stade im Spannungsfeld von Psychotic Waltz, Sieges Even, Secrecy, Fates Warning und Depressive Age ein liebreizend detailverliebtes und intelligentes Prog-Thrash-Kopfkino entwickeln, das auf dem unlängst erschienenen Label-Debüt „Behind Transparent Walls“ zu voller Blüte gereift ist. Wir schnappten uns Sänger Haye Graf und die beiden Gitarristen Marc Nickel und Jörg von der Fecht zum Gespräch.

Haye Graf: »Wir haben schon Anfang der Neunziger in diversen Bands bzw. Konstellationen zusammen musiziert, aber die eigentliche Initialzündung für BLEEDING war das Psychotic-Waltz-Konzert im Rahmen der „Power Of Metal“-Tour 2011 hier in Hamburg. So manche Reunion ist ja komplett in die Hose gegangen, aber der Gig hat uns umgehauen.«

Marc Nickel: »Damals hat Devon Graves sogar ein neues Album angekündigt. Leider ist daraus bis heute nichts geworden. Da waren wir definitiv schneller.«

Ist Prog Metal heutzutage immer dann am spannendsten, wenn er abseits von Dream Theater und Konsorten gespielt wird?

Marc Nickel: »Klar. Dream Theater haben natürlich damals eine riesige Tür aufgestoßen, nur heute ist der Markt leider mit entsprechenden Nachahmern komplett überladen. Viele Fans sind daher froh, wenn mal eine Band um die Ecke kommt, die ein wenig anders klingt. Wir haben uns über unseren eigenen Stil aber keine...

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