RH #335Lauschangriff

LINDEMANN

Goldregen

LINDEMANN

LINDEMANN ist eine der überraschendsten und verrücktesten, aber gleichzeitig auch logischsten Kooperationen in der Szene, wenn man die musikalischen Vorlieben der beiden Köpfe – Rammstein-Sänger Till Lindemann und Hypocrisy/Pain-Mastermind Peter Tägtgren – kennt. Rock Hard hörte in das im späten Frühjahr erscheinende Debütalbum rein und sprach mit dem schwedisch-deutschen Gespann über die Entstehungsgeschichte des Projekts.

Till, Peter, wie ist es zu LINDEMANN gekommen?

Peter: »Wir kannten uns schon eine ganze Weile, als ich Till fragte, ob er Lust hätte, als Gastsänger auf einem Pain-Album mitzuwirken.«

Till: »Wir haben uns in Stockholm in einem chinesischen Restaurant zum Abendessen verabredet und sind total mit Jägermeister abgestürzt, bis Peter sich übergeben hat und wir aus mehreren Bars flogen. Das muss die Nacht gewesen sein, in der wir beschlossen, dass wir mal was zusammen machen wollen.«

Bei Rammstein wird zuerst die Musik komponiert, und dann kommt der Gesang dazu. Wie seid ihr bei LINDEMANN vorgegangen?

Peter: »Wir haben die Regeln des Songwritings komplett umgekrempelt. Es ist vorgekommen, dass Till spontan etwas in sein iPhone gesungen und mit dem wippenden Fuß einen Rhythmus unterlegt hat, was ich dann in meinen Computer geladen habe, um drumherum Musik zu schreiben. Auf diese Art und Weise ist z.B. der Song ´Praise Abort(ion)´ entstanden.«

Till, kann man jenseits einer großen Band-Maschinerie wie Rammstein freier arbeiten?

Till: »Wir haben einfach nur...

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