Aus dem norwegischen Bergen kommt seit jeher Innovatives aus dem Extrem-Metal-Bereich. Das neueste Beispiel nennt sich DOMINANZ, auch wenn es sich bei genauerem Hinsehen um alte Bekannte handelt.
Bandkopf Roy N. Mathisen, der für Songwriting, Vocals, Gitarre, Synthesizer und Bass verantwortlich ist, hat bereits in mehreren Bands und Projekten in Bergen gespielt, u.a. bei Taake und Ofryskje. Der zweite Gitarrist der Band, Jorn Tunsberg, ist einer der Gründer der norwegischen Black-Metal-Szene und verdiente sich seine Sporen bei Old Funeral, Immortal und Hades Almighty. Dritter im Bunde ist Drummer Frode Gaustad, der bei Thy Grief getrommelt hat.
»Das DOMINANZ-Debütalbum „As I Shine“ ist allerdings mehr oder weniger auf meinem Mist gewachsen«, erklärt der superprofessionelle Roy. »Drei Jahre lang habe ich in meinem Homestudio an den Songs gearbeitet, und erst Anfang 2009 wurden sie in einer Bandkonstellation eingeprobt und dabei etwas verändert. Jorn ist ein exzellenter Gitarrist und hatte gute Ideen - ebenso wie Frode, der die Drumcomputer-Parts auswechselte.«
„As I Shine“ hört man trotzdem an, dass hier nicht von Anfang an eine Band gearbeitet hat. Die neuen Songs, die mir Roy bei einem Besuch in Bergen vorspielt, sind von ganz anderem Kaliber.
»Bei euch im Rock Hard ist das erste Album auch nicht gut weggekommen«, lacht Roy. »Alle anderen Reviews in den wichtigen Magazinen waren gut, aber ich respektiere auch kritische Meinungen. Wir machen nicht mit der Intention Musik, jedem zu gefallen. Ich gebe dir aber Recht, was den Unterschied zu den neuen Songs betrifft: Wir sind in den letzten zweieinhalb Jahren als Band zusammengewachsen und arbeiten sehr intensiv an neuem Material. Wir nehmen zwischendurch Demos auf, um dann in Ruhe zu analysieren, was man noch verbessern kann. Die zweite Scheibe wird auf jeden Fall härter, metallischer und extremer klingen, trotzdem aber diese düstere Eingängigkeit behalten.«
In der norwegischen Szene werden DOMINANZ als sehr ernst zu nehmende Hoffnung für 2012 gehandelt - gerade weil sie nicht wie eine „typische Black-Metal-Band aus Bergen“ klingen.
»Wir bekommen hier recht viel Aufmerksamkeit, das stimmt. Aber wir sind trotzdem Newcomer, die hart an sich arbeiten müssen, um vorwärts zu kommen«, meint Roy bescheiden. Unerwähnt lässt er dabei, dass bereits die Produktion eines ersten Videoclips (´The End Of All There Is´) so viel professionelle Arbeit erfordert hat, dass man nicht mehr von einer herkömmlichen „Nachwuchsband“ sprechen kann. Auch die Bandfotos beweisen, dass DOMINANZ ganz andere Ambitionen haben.
»Stimmt, der Videoclip war harte Arbeit für uns drei. Wir haben alles alleine gemacht: die Locations vorbereitet, gekocht, SchauspielerInnen gesucht und eingekleidet, technisches Equipment besorgt und so weiter. Produziert haben wir den Clip ebenfalls selbst. Einige der Schauspieler sind in Norwegen recht bekannt und unterstützen uns auch live auf der Bühne. So was geht natürlich nur, wenn man ein paar gute Freunde mit entsprechenden Connections hat.«
YouTube-Proben und weitere Infos findet ihr hier: www.dominanz.no
www.dominanz.no
www.myspace.com/dominanzofficial
Pic: Chistian Misje