TURBOWOLF aus Bristol schicken sich mit ihrem Mix aus Punk, Metal, Psychedelia und Garage Rock an, die Welt zu erobern. Mit dem grandiosen selbstbetitelten Debütalbum stehen die Chancen nicht schlecht.
»Oh ja, deine Stilbeschreibung trifft es ganz gut«, plaudert Gitarrist Andy Gosh drauflos. »Ich mag musikalische Kategorien nicht sonderlich. Ich denke, sie halten Bands davon ab, zu experimentieren. Bands sollten einfach das tun, was gut klingt, und so ihren eigenen Sound kreieren. Normalerweise sage ich immer, dass wir „weird and loud“ tönen. Ich hoffe, wir klingen einfach nach TURBOWOLF.«
Ihr bedankt euch in eurer Thankslist bei Tony Iommi und Jimi Hendrix. Wer sind deine größten Einflüsse als Gitarrist?
»Hendrix und Iommi gehen ja fast als Erfinder der harten Gitarrenmusik durch; von daher sollten wir ihnen allen danken. Ich mag Gitarristen, die Regeln brechen, falsche Noten spielen und ihr eigenes Ding durchziehen. Momentan sind Jack White von den White Stripes und Josh Homme meine Favoriten, denn man braucht nur einige Sekunden, um ihr Spiel zu erkennen. Als ich jünger war, hatten auch Billy Corgan und Tom Morello einen großen Einfluss auf mich. Ich stehe auf Gitarristen, die groß klingen. Ich stehe aber auch auf Bands wie Death From Above 1979 und Lightning Bolt, die nicht mal einen Gitarristen haben.«
Du arbeitest auch als Grafikdesigner und hast das Albumartwork selbst entworfen.
»Das war hart, denn ich wollte, dass das Artwork meine beste Arbeit wird. Es sollte so gut werden, dass es irgendwann in einem Buch über großartige Artworks enthalten ist. Ich habe mich durch unzählige Ideen gewühlt, ich wollte, dass dahinter eine Story steckt, die die Leute gefangen nimmt. Wenn man sich das komplette Packaging anschaut, findet man einige Hinweise zur Geschichte.«
Mir gefällt an dem Album besonders die enorme stilistische Bandbreite. Neben den offensichtlichen Hits habt ihr auch jede Menge psychedelische Elemente an Bord.
»Ja, aber es ist schwer zu sagen, woher dieser Einfluss kommt. Wir wollten, dass das Album etwas anderes als unsere Liveshows darstellt. Alben hört man sich nun mal öfter an, während man bei einem Gig von hunderten springenden Leuten umgeben ist. Also haben wir versucht, etwas zu erschaffen, das die Leute in unsere Welt zieht. Manchmal bringt dich das Album zu unserer Show, manchmal geht´s aber auch an einen anderen, noch verrückteren Ort.«