RH #297Kolumne

Was bringt uns 2012?

Ein trüber Blick in die Glaskugel

Januar:

Nach dem mäßigen Erfolg von „Killeralbum“ (brüll!) kündigen die Spaßbeamten von J.B.O. eine stilistische Kurskorrektur an. „Defenders Of Sven Väth“ (wuhaha!) soll eher in die Dancefloor-Ecke gehen. Während sich die komplette Redaktion vor lauter Fremdscham unter den Schreibtischen verkriecht, jubelt Witzeanalyst Michael Rensen in seiner CD-Kritik, dass die „zwölf wonneproppigen Zwerchfellattacken einen Ganzkörperlachanfall garantieren“.

Februar:

Nach der überraschend fair vollzogenen Trennung von Joey Belladonna (Joey: »Ich habe es über Twitter erfahren. Immerhin besser als Facebook.«) wurde ANTHRAX-Sympathieträger Scott Ian im Backstage-Bereich eines Tarja-Konzertes gesichtet. Andere Augenzeugen sprechen von einem Geheimtreffen mit Jorn Lande. Ian, dazu befragt, wiegelt jedoch ab: »Das einzige Konzert, das ich in den vergangenen Wochen besucht habe, war das von Armored Saint.«

März:

Die Rock-Hard-Wortfindungskommission hat getagt und entschieden, dass folgende Verbalitäten ab sofort aus dem Heft verbannt werden: Seelenstreichler, Ohrenschmeichler, töfte, formidabel, konstatieren, Lauschlappen, goutieren, Scheiblette, geneigter Hörer, Nickelback, zwölf wonneproppige Zwerchfellattacken, Spaß inne Backen.

April:

Nach dem durchschlagenden Erfolg des basisfreundlichen Konzepts, kleinere Bands nur dann live spielen zu lassen, wenn diese vorher mindestens 50 Tickets verkaufen, warten die Veranstalter eines nicht ganz unbekannten...

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