RH #297Interview

NOCTE OBDUCTA

Wein, Weib und Witz

Nocte Obducta

Was als Neuorientierung und Ablösung von NOCTE OBDUCTA geplant war, erwies sich nur als ein psychedelisches Zwischenspiel: Dinner auf Uranos wurden wieder von der Mutterband assimiliert. Basser und Poet Marcel spricht über das pechschwarze neue NOCTE OBDUCTA-Kapitel „Verderbnis - Der Schnitter kratzt an jeder Tür“.

„Schwarzmetall...“ war euer „Nattens Madrigal“: potthässlich, stumpf, aggressiv. Das neue Album beherbergt mehr unter seiner rauen Schale als einen Aufguss davon.

»Es wurde extrem rotzig aufgenommen, und wir haben nicht eben wenige Spielfehler oder Unsauberleiten draufgelassen. Der Alkoholpegel war in meinem Fall auch so hoch wie bei „Schwarzmetall...“. Im Laufe der Aufnahmen mit sechs Sängern haben wir aber doch angefangen, viel mehr zu arrangieren, und waren im Mix wesentlich vorsichtiger. Von „Schwarzmetall...“ ist der Ansatz geblieben, extrem spontan zu sein, so viele erste Takes zu nehmen, wie irgendwie vertretbar, und sich zu betrinken. Bis auf Stefan, der keinen Alkohol zu sich nimmt. „Verderbnis...“ ist wesentlich langsamer, düsterer und nicht so rotzig.«

Du hast das Auswalzen von Motiven auf „Sequenzen einer Wanderung“ mit „Mike Oldfield plus Extrahärte“ beschrieben. Waren seine großen Hits in den frühen Achtzigern deine ersten Lieblingslieder?

»´Moonlight Shadow´ eher als ´Shadow On The Wall´. „Ommadawn“ hat mir aber am besten gefallen, weniger die klassischen Songs. Es ging bei meinen Eltern musikalisch relativ psychedelisch zu, aber kein richtiger...

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