Schon aus rein quantitativen Gründen dürfen RAGE auf ihr 21. Studioalbum mächtig stolz sein. Metallica zum Beispiel haben gerade mal neun geschafft und selbst Iron Maiden und AC/DC nur jeweils 15. Dennoch ist es überaus erfreulich, dass das nüchtern „21“ genannte Album nicht nur zahlenmäßig überzeugend zu werden verspricht.
Selbst Frontmann, Bassist und Bandgründer Peavy hat sein jüngstes Werk noch nicht gänzlich gehört, als sich die internationale Journalistenbrigade in der niederrheinischen Provinz zum Probehören einfindet - gerade vor einer Stunde habe man die letzten Details vollendet. Die Spannung jedenfalls ist groß und löst sich bald in noch größeres Wohlgefallen auf. Was da in Form des Titelsongs aus den Boxen rauscht, fegt manchen nicht ganz so starken Moment der jüngeren Vergangenheit elegant ins Nirwana. Keine Keyboards und kein Orchester gibt es auf „21“, dafür äußerst brachiale Grooves und Riffs, die noch virtuoser sind als zuletzt und gleichzeitig wie in ´Forever Dead´ und dem geradezu bösartig shreddenden ´Concrete Wall´ die Grenzen zwischen Power- und Thrash Metal regelmäßig spielend überwinden.
War dieser eindeutige Härtegewinn Teil des Konzepts? Gitarrist Victor Smolski klingt, als freue er sich über die Frage: »Irgendwie schon. Wir hatten uns im letzten Jahr dazu entschieden, das Orchester von Rage zu trennen. Also machen wir die Orchesterplatte extra. Wir hatten von Anfang an geplant, dass wir richtig auf die Fresse gehen wollten (lacht).«
Neben der...
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| 20.07.2012 | Trier | Arena | ![]() |