RH #295Krach von der Basis

ROOT

Satan ist alt geworden

Tschechische Black-Metal-Bands der ersten Stunde zeichnen sich durch Eigenständigkeit und kauzige Frontmänner aus. ROOT, von Desaster bis Necrophobic, von Moonspell bis Nifelheim verehrt, machen da keinen Unterschied. „Heritage Of Satan“ fällt nach den Anforderungen des Textkonzepts wieder härter aus als seine Vorgänger.

Jiri Valter, besser bekannt als Big Boss, schnaubt nur, wenn ROOT als unterbewertet bezeichnet werden.

»Ignoriert von den Medien? Das ist euer Problem, ihr schreibt nicht über uns. Wenn ich ein Magazin aufschlage, sehe ich immer dieselben Bands. Aber wir mischen uns da nicht ein. Ignoriert von den Fans? Vielleicht in Deutschland. Nachdem wir mit Sodom in Kanada gespielt hatten, meinte Angelripper zu mir: „ROOT haben heute Abend allen Bands die Show gestohlen.“ Mich interessiert es nicht, aus diesem Stigma auszubrechen. Ignoriert von den Labels? Nicht ganz, sonst könnten wir keine Alben herausbringen. Die Majorlabel haben eine Politik, keine Bands aus dem Osten zu veröffentlichen. Kämen wir aus Schweden, Deutschland oder Norwegen, würden sie sich um uns reißen. Aber das ist ihr Problem. Wir machen nur Musik.«

Und das seit den späten Achtzigern. Noch hinter dem Eisernen Vorhang entstanden erste Demos.

»Damals kannten wir keine ausländischen Bands und konnten auch kein Tapetrading betreiben. Das waren harte Zeiten. Oder wie ich sage: schwarze Zeiten - schwarzer Humor, schwarze Zukunft, Black Metal.«

Während Törr dieses Jahr auf dem auch bei deutschen Fans...

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