RH #292Smalltalk

VOLXSTURM

Gar nicht dumm

Fünf Glatzköppe aus Schwerin mit dem fragwürdigen Bandnamen VOLXSTURM - da gehen bei szenefremden Zeitgenossen erst mal alle Warnleuchten an. Zu Unrecht, denn mit rechter Propaganda hat der Fünfer aus der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns nix am Hut.

»Wir stammen aus der Punkrock- und Oi!-Szene und hatten noch nie eine politische Richtung im Kopf. Im Großen und Ganzen sind wir aber trotzdem antirassistisch und antifaschistisch eingestellt. Unser Bandname ist reine Provokation, so wie früher bei alten Deutschpunk-Kapellen wie SS Ultrabrutal oder Oberste Heeresleitung«, erklärt Gründungsmitglied Robert (g.).

»Wir sehen uns im Kern als unpolitische Oi!-Band, aber nicht in dem Sinne, dass wir uns keine Gedanken machen, sondern dass wir uns vor keinen Karren spannen lassen. Übrigens sind wir die erste Oi!-Band gewesen, die die „Good Night White Pride“-Kampagne offiziell unterstützt hat«, ergänzt Wolf, seines Zeichens Schlagzeuger von VOLXSTURM, die mit ihrem todschick aufgemachten fünften Studioalbum „Ein kleines bißchen Wut“ - die „Superluxus-Edition“ der CD enthält neben einer Bonus-DVD noch ein gut 60-seitiges Büchlein - kürzlich ihr 20. Wiegenfest gebührend feiern konnten.

»Stemmen konnten wir das nur, weil wir schon so lange am Start sind. Von daher sind wir in der Szene sehr vernetzt und können auf viele Freunde zurückgreifen, die im kreativen Bereich - sei es Grafik oder Video - tätig sind. Es lief also viel über Kumpelbasis, sonst hätten wir das nicht bezahlen...

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