Mit dem bärenstarken fünften Longplayer „Ritual“ sind die irren Detroiter Deathcoreler THE BLACK DAHLIA MURDER wieder in der Spur, nachdem der Vorgänger „Deflorate“ zu steril und technisch ballerte und es einem Großteil der Songs an Wiedererkennungswert mangelte. Frontmann und Rampensau Trevor Strnad zeigt sich im Interview einsichtig.
»Ja, ich denke, dass „Deflorate“ für eine gewisse Gruppe unserer Fans etwas zu technisch war, aber immerhin war es das bis dato bestverkaufte Album der Bandgeschichte. Wenn wir etwas aus der Platte gelernt haben, dann, dass wir mit „Ritual“ mehr Risiko eingehen und neue musikalische Felder erkunden müssen.«
Eine Vorgabe, die man zweifelsohne in die Tat umgesetzt hat, denn „Ritual“ strotzt nur so vor Kreativität und schreckt selbst vor Streicher- und Pianopassagen nicht zurück, was doch sehr ungewöhnlich für eine Death-Metal-Band ist.
»At The Gates haben das auf „Terminal Spirit Disease“ auch schon mal getan. Wir haben die Eingebung bekommen, dass noch mehr Instrumente und Samples das Material aufwerten und zu etwas Besonderem machen. Kirchenglocken, Akustikgitarren, ein Piano und Streicher lassen das Gesamtbild einfach größer wirken.«
Hinzu kommt auf „Ritual“ ein Gespür für wirklich außergewöhnlich abgefahrene und melodische Gitarrensoli. Ex-Arsis-Gitarrist Ryan Knight dürfte mit seiner Performance so manche Prog-Metal-Kapelle vor Neid erblassen lassen.
»Wir haben Ryan sämtliche Freiheiten gelassen, das zu tun, was immer er möchte. Und mit...
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