RH #291Interview

CASTLE

Schaf gut!

Keine Ahnung, ob man das so spröde und recht rumpelige wie extrem charmante San-Francisco-Trio CASTLE unbedingt in die Okkult-Rock-Ecke drängen muss. Schaden kann es beim momentanen Hype nicht - auch wenn Gitarrist Mat Davis und seine zwei MitstreiterInnen auf ihrem Debüt „In Witch Order“ deutlich echtmetallischer aufgestellt sind als das Gros der Konkurrenz.

Mat, ihr passt irgendwie in die Okkult-Rock-Kiste, jede Menge Psychedelic-Einflüsse sind klar erkennbar, dazu gesellt sich bei CASTLE aber noch ein ganz offensichtliches Thrash-Metal-Riffing. Das ist eher ungewöhnlich.

»Ich bin mit Thrash Metal aufgewachsen; Voivods „Killing Technology“ hat mir damals den letzten Verstand geraubt. Als Teenager in den späten Achtzigern Teil der Thrash-Szene gewesen zu sein, war für mein weiteres Leben prägend. Bereits davor hörte ich Bands wie Black Sabbath, Iron Maiden und Judas Priest, später in den neunziger Jahren begeisterten mich vor allem Acts wie Immortal, Satyricon und Emperor. All diese Bands hatten Einfluss auf den Sound von CASTLE.«

Apropos Einflüsse: Wenn man euren Song ´Devils Castle´ hört, muss man die ganze Zeit an Slayer denken. Kann das sein?

»Nun, bei diesem Stück haben wir aus unseren Herzen keine Mördergruben gemacht (lacht).«

Eure Sängerin Elizabeth Blackwell hat eine sehr interessante Stimme zwischen Sechziger- und Siebziger-Feeling sowie aggressiven Ausbrüchen, und wenn sie flüstert oder eine Art Sprechgesang pflegt, erinnert sie immer wieder an die großartige,...

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