RH #290Smalltalk

HELHEIM

Voll auf Kurs

Sie sind eine der ältesten und respektiertesten Viking-Bands Norwegens, standen aber stets im Schatten von erfolgreicheren Landsleuten wie Enslaved oder Einherjer. Zu Unrecht, wie das siebte Studioalbum „Hei∂indómr Ok Mótgangr“ eindrucksvoll demonstriert.

V´gandr, dies ist eure erste Platte mit ausschließlich norwegischen Texten seit „Blod Og Ild“. Warum habt ihr euch zu diesem Schritt entschlossen?

»Die Idee kam schon nach „The Journeys And The Experiences Of Death“ auf«, erklärt der Bassist und Textschreiber. »Aber ich hatte noch zwei ältere englische Texte in der Schublade, die ich unbedingt verwenden wollte. Deswegen stehen auf „Kaoskult“ zwei englischsprachige Songs. Seither verfasse ich alle meine Texte auf Norwegisch. Ich fand einfach, dass es an der Zeit war, zu unseren Wurzeln zurückzukehren.«

Die Texte sind im CD-Booklet sowohl im Original als auch in englischer Übersetzung abgedruckt. Aber was bedeutet der Albumtitel?

»„Heidentum und Widerstand“. Der Titel fasst all das zusammen, wofür ich stehe, dafür, organisierte Religionen und alle monotheistischen Ideen abzulehnen und sich ihnen zu widersetzen.«

Mit „Viten Og Mot“ steht ein vierteiliger Liederzyklus auf der Platte.

»Diese vier Songs sind inhaltlich durch die Worte Odins aus der Hávámal („Die Sprüche des Hohen“; ein Teil der Lieder-Edda - as) verbunden. Es geht um gesunden Menschenverstand und moralische Ansichten. Darum, für sich allein zu stehen, aber auch darum, anderen zuzuhören. Quasi darum, wie man zu...

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Andreas Stappert