Auf ihrem 40. Jubiläum ruhen sich die Briten URIAH HEEP nicht aus: „Into The Wild“ heißt der aktuelle Schlachtruf, den sich die Rock-Institution auf die Fahne geschrieben hat und den sie in den kommenden Monaten auf hunderten Gigs ins Publikum feuern wird. Als Oldie-Band sieht Sänger Bernie Shaw sich und seine Kollegen aber nicht.
Gerade aus Australien zurückgekehrt, kämpft der Familienvater mit Jetlag, doch seine Kinder nehmen darauf keine Rücksicht.
»Ich bin froh, dass ich wenigstens eine Woche zu Hause bei meiner Familie verbringen kann, bevor wir auf eine mehrmonatige Europa-Tour starten«, klingt Bernie dennoch relaxt, während sein sechs Monate alter Sohn Valentino im Hintergrund laut krakeelt.
Alles andere als entspannt verlief der Aufnahmeprozess zu „Into The Wild“.
»Gerade mal vier Wochen vor Aufnahmebeginn kamen die ersten Ideen zu unserer Platte zustande. Als wir das Studio betraten, hatten wir nicht mal alle Songs fertig.«
Ein straffer Arbeitsplan war die Folge.
»Jeden Morgen um zehn Uhr begannen wir mit den Aufnahmen, um 20 Uhr war endlich Feierabend. Unser Produzent Mike Paxman verzog sich anschließend ins Hotel, um seinen Ohren eine Ruhepause zu gönnen, während Mick Box (g.) und Phil Lanzon (keys) bis in die Morgenstunden neue Songs schrieben, damit am nächsten Tag wieder Material zum Aufnehmen existierte. Das bedeutete viel Druck, zumal wir normalerweise anders arbeiten, aber dadurch gewannen wir an Spontanität und Adrenalin hinzu. Das hört man auf auf der...
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