Das neue U.D.O.-Album „REV-Raptor“ spaltet die Meinungen. Während die einen darauf abfahren, bemängeln andere vor allem die Produktion. Wir haben uns deshalb Stefan Kaufmann geschnappt, der nicht nur Gitarrist und Hauptsongwriter, sondern auch der Soundtüftler der Band ist. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und bezieht angriffslustig Stellung zu den Vorwürfen. Beim Thema Accept gibt er sich dagegen bemerkenswert versöhnlich.
Stefan, du kommst gerade von eurer Südamerika-Tour zurück. Wie war´s?
»Anstrengend. Wir saßen fast jeden Tag im Flugzeug und haben in 13 Tagen elf Flüge für sieben Shows abgerissen. Wir waren in vielen Gegenden wie Lima in Peru, Chile und im äußersten Norden Brasiliens zum ersten Mal. Nicht nur gemessen daran war die Tour sehr erfolgreich. Man merkt, dass sich diese Schwellenländer rasant entwickeln. Mit Accept war ich vor rund 20 Jahren mal in Buenos Aires, und das war damals doch ganz was anderes.«
Dann war deine im Studioreport geäußerte Sorge also unbegründet?
»Welche?«
Dass du dort abstürzt.
»Na ja, da sprach wohl mal wieder meine Flugangst aus mir (lacht).«
Im Gegensatz zu vielen Bands, die nur den westlichen Raum bereisen, tourt ihr ja wirklich weltweit. Was fehlt denn noch auf deiner Wunschliste?
»Der Nahe Osten. Wir waren zwar mal in Tel Aviv, aber Länder wie Irak, Ägypten oder Afghanistan fehlen uns noch.«
Was macht denn dein Rücken? Du hattest vor einiger Zeit wieder einen schweren Bandscheibenvorfall.
»Die Tour lief problemlos. Ich muss...
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