Kaum zu glauben, aber nach 31 Jahren veröffentlichen DEF LEPPARD mit „Mirrorball“ ihr erstes offizielles Livealbum. Vor einigen Jahren erschien bereits ein On-stage-Dokument aus „Pyromania“-Zeiten als Bonus-Disc sowie Anfang der Neunziger ein Livevideo mit Tour-Aufnahmen, ansonsten haben sich die Briten vornehm zurückgehalten. Warum also bringt man 2011 ein Doppel-Livealbum heraus?
»Weil wir es können«, argumentiert Sänger Joe Ellliott ganz logisch und zählt eine Vielzahl von Gründen auf: »Es ist der richtige Zeitpunkt dafür. Alle Bandmitglieder konnten sich im letzten Jahr erholen, weil sie Urlaub von DEF LEPPARD hatten. Das war die erste richtige Pause seit 30 Jahren, in der wir genügend Zeit hatten, abzuschalten, bevor wir langsam wieder in den Groove zurückfanden und uns mit den Live-Aufnahmen beschäftigten. Als wir aufwuchsen, waren unsere Lieblings-Livealben „Live And Dangerous“ von Thin Lizzy und „Strangers In The Night“ von UFO. Diese Künstler aus den Siebzigern veröffentlichten jedes Jahr ein Album, das aber bekanntermaßen ziemlich schlecht produziert war, während die Livealben mit sehr viel besseren Versionen der Songs glänzten.
Dieses Problem gab es bei uns nie, weil wir mit Mutt Lange arbeiteten, der unsere Studioalben so großartig produzierte, dass die Medien meinten, es würde für uns ein Kampf werden, live genauso zu klingen. Unsere Alben erscheinen zudem im Vier-Jahres-Takt, und dadurch, dass wir nach einem Album meistens über ein Jahr auf Tour waren, wollte...
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