RH #289Smalltalk

THE GATES OF SLUMBER

Dämon Alkohol

Die US-Doomster THE GATES OF SLUMBER treten auf ihrem neuen Kriecheisen „The Wretch“ wieder verstärkt auf die Tempobremse. Über das Wie und Warum sprachen wir mit Sänger/Gitarrist Karl Simon.

Karl, zum Zeitpunkt dieses Interviews macht ihr gerade zusammen mit Place Of Skulls europäische Clubs unsicher. Wie ist es, wieder auf dem alten Kontinent unterwegs zu sein?

»Alles bestens. Es ist schön, wieder hier zu sein. Irgendwie fühlt es sich an, als wären wir nie weg gewesen.«

Genau genommen wart ihr das auch nicht. Jedenfalls nicht lange, denn ihr habt die neue Platte in London eingespielt. Wie kommt eine bodenständige Doom-Kapelle aus Indianapolis dazu, für Plattenaufnahmen extra nach England überzusetzen? Und dann auch noch mitten im Winter...

»Das haben wir uns ehrlich gesagt auch gefragt, während wir uns in einem der kältesten englischen Winter der letzten Jahrzehnte regelrecht die Ärsche abgefroren haben (lacht). Aber der Grund war ganz profan der, dass uns der Studioaufenthalt angeboten wurde. Das Angebot war zu gut, um es sich entgehen zu lassen.«

„The Wretch“ klingt wie eine Rückkehr zur langsameren und düsteren Seite von THE GATES OF SLUMBER. Purer Doom, sehr erdig und ohne die Heroic-Metal-Elemente von „Hymns Of Blood And Thunder“. Könnte das an eurem neuen Drummer Cool Clyde liegen, der früher bei den ultra-zähflüssigen Sourvein getrommelt hat?

»Da kamen mehrere Faktoren zusammen. Zum einen wurde uns dieses Heroic-Doom-Ding schlicht zu langweilig, denn wir ziehen...

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Andreas Stappert