Unmittelbar vor Erscheinen dieser Ausgabe endet die äußerst erfolgreiche „Moral & Wahnsinn“-Tour der Weimarer DIE APOKALYPTISCHEN REITER mit ihren altbekannten, dabei wie ausgewechselt wirkenden finnischen 2005er Buskollegen TURISAS und dem deutschsingenden Melo-Death-Nachwuchs AKREA.
Aller Anfang ist schwer, und so geht beim Tourstart in der Kölner Live Music Hall am 24. März allerhand schief: AKREA raucht beim Soundcheck der Bass-Amp ab, bei den Reitern fühlt sich insbesondere Gitarrist Ady vom Pech verfolgt. Später entpuppen sich u.a. lockere Batteriehalterungen in einem Effektgerät als Ursache für die Ausfälle seines Instruments. In weiser Voraussicht wurde bereits im Vorfeld der zweite Gig als Auftaktkonzert für das mit heißer Nadel gestrickte Tourtagebuch ausgewählt.
Die Headliner präsentieren ein radikal umgestelltes Programm: Viele Standards haben sich in ihren Augen über die Jahre abgenutzt, bei anderen werden bewusst Gimmicks weggelassen. So kommt der ´Seemann´ ohne das Aussetzen eines Schlauchboots zum Zug. Lichtmann Sepsis - Gitarrist von Disaster KFW, aus dessen Urschlamm die Apos entstanden sind - hat dazu die Lightshow neu arrangiert. Das kompakt kurze neue Album hält konsequent komplett Einzug in den Liveset, der auch ohne Klassiker wie ´Metal Will Never Die´ oder ´Reitermania´ funktioniert. Auf einen knüppelharten Einstiegsblock folgen Mitsinghymnen und balladeskere Songs, bevor sich der letzte Zugabenteil spontan nach den Bedürfnissen des jeweiligen...
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| 14.12.2012 | Stuttgart | Schleyerhalle | ![]() |