Abgesehen von den fünf Jahren Anfang der Neunziger, als U.D.O. wegen der damaligen Accept-Reunion auf Eis lagen, veröffentlicht die Band um die Herren Dirkschneider und Kaufmann in schöner Regelmäßigkeit ein Album nach dem anderen. Mittlerweile sind sie schon bei Nummer 13 angekommen – mehr als die beiden mit „der anderen Band“, wie sie zu sagen pflegen, aufgenommen haben. Wir haben vorab schon mal in den Pulheimer Roxx-Studios reingehört.
Die zwei Masterminds sind alte Hasen, die sich von einer Listening-Session nicht aus der Ruhe bringen lassen. Während manche Musiker gebannt auf die anwesenden Journalisten starren und jede Regung (über-)interpretieren, geben sich die beiden in ihrer vertrauten Umgebung betont gelassen: Udo ist in ein Rock Hard vertieft, und Stefan, der ja nicht nur Gitarrist, sondern auch Hauptkomponist sowie Produzent ist und somit die größte Verantwortung trägt, zieht sich mit einer Flasche Sekt bewaffnet gar in einen Nebenraum zurück, um mit Manager Frank letzte Details zu bequatschen. Vorher reicht er der Pressemeute jedoch noch Bierersatz (Kölsch) und drückt die Play-Taste.
* Los geht´s mit ´REV-Raptor´, und der kraftvolle Titeltrack zündet sofort in der Bein- und Nackenmuskulatur. »Der Titel basiert auf einer Comic-Figur, einem biomechanischen Wesen«, gibt Udo später beim Abendessen zu Protokoll. »Der ´REV-Raptor´ gehört zu den Rebellen, und weil wir uns nach all den Jahren auch immer noch als solche fühlen, passt die Figur prima zu uns. Das Artwork...
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