Online-MegazineKolumne

ROSE TATTOO

Begegnung der besonderen Art

ROSE TATTOO

Eine Band auf dem Titel, die seit mindestens elf Jahren kein relevantes Studioalbum mehr herausgebracht hat? Ja, warum denn nicht? Als sich ROSE TATTOO zum ersten Mal auflösten, existierte Rock Hard Ausgabe Nr. 1 noch nicht einmal in unserer Fantasie. Trotzdem hatten die Tatts in unserer Redaktion immer ihre härtesten Fans, und so gab es in der Folge für die wohl kompromissloseste Band der Welt selbstredend jede Menge Historys und Interviews.

Doch so sagenhaft sich die Anekdoten um Angry Anderson und Pete Wells auch immer anhörten, zum Kern der beiden Rock‘n‘Roll-Persönlichkeiten konnte man nicht immer vordringen. Australien ist weit weg. Wells starb 2006, und Anderson ist heute 70 Jahre alt. Allerdings umgibt den kahlköpfigen Sänger eine Aura, wie man sie nur noch selten antrifft. Es ist keine Übertreibung, wenn ich behaupte, dass im linken Ohrläppchen des kleinen Kraftpakets mehr Persönlichkeit steckt als in den meisten Nachwuchsbands insgesamt. Seine Biografie, die ich bis zur allerletzten Zeile in den Wochen vor dem Interview verschlungen habe, ist im Rock‘n‘Roll-Kosmos zudem einzigartig. Angry Anderson ist einer der Letzten seiner Art, das gilt erst recht, seitdem Motörhead das Zeitliche gesegnet haben und AC/DC mit halber Besetzung ihre letzten Runden drehen. ROSE TATTOO sind noch bis August in Europa.

Angry gibt auf Tour eigentlich keine Interviews. Umso schöner, dass sich die Rock‘n‘Roll-Legende beim Tourstart in Hamburg mehr als eineinhalb Stunden persönlich für uns Zeit nahm. Anstatt weitere Fakten über ROSE TATTOO zusammenzutragen, interessierte mich vielmehr der Mensch hinter der rauen Fassade des straßenerfahrenen Wüterichs. Es gibt ja noch eine äußerst spannende Geschichte vor und nach der ROSE TATTOO-Hochphase, die kaum jemand kennt und die weitere Facetten von Mr. Anderson offenbart. Ob Kindesmissbrauch, Sex, Drogen, Gewalt, Politik oder Liebe, für den Tatts-Sänger gab es im Interview keine Tabus. Es war nicht einmal schwierig, ihn auf die „delikateren“ Teile seiner Biografie anzusprechen, denn er tat es von selbst. Es ist Teil seines Weges.


PS: Die zweitgrößten Tatts-Fans nennen sich übrigens Böhse Onkelz und haben Zompf Kupfer noch ein Grußwort zu unserem ROSE TATTOO-Aufschlag in den Block diktiert, das ihr in der aktuellen Ausgabe unseres kostenlosen App-Magazins nachlesen könnt. Der Download ist kinderleicht und lohnt sich nach wie vor.

https://www.rockhard.de/app.html

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