Online-MegazineInterview

DOOL

Tote Augen und Regentänze

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DOOL spielen Ende September im Rahmen unserer Rock Hard Nights in Dortmund. Ein Grund mehr, bei Sängerin Ryanne van Dorst alias Elle Bandita nachzufragen, wie die Tourneen zum aktuellen Album „Here Now, There Then“ gelaufen sind und was der Rest des Jahres sonst noch bringen wird.

Ryanne, die “The Summer Of The She Goat Tour” ist nun vorbei. Kannst du uns die Erfahrungen der Tour schildern? Wie unterschied sich die Tour von der mit Me And That Man zuvor?

»Es war eine besondere Tour für uns, weil es die erste Headliner-Tour außerhalb von Holland gewesen ist. Wir waren überwältigt von der Anzahl der Leute, die zu den Shows gekommen sind, denn die meisten Clubs waren brechend voll und die Zuschauer sangen die Songs mit, so dass eine wirklich gute Energie entstanden ist.«

Die Show beim Prophecy Fest war etwas ganz Spezielles. Ihr hattet Background-Sängerinnen, eine Geige und einen Organisten dabei. Wolltet ihr so etwas schon immer machen oder kam euch der Gedanke erst durch das Prophecy Fest?



»Wir wollten etwas Spezielles machen, da die Balver Höhle eine so wunderschöne Location ist und Prophecy möchte ja selber, dass die Bands immer etwas Besonderes bieten. Wir haben daher die Geige und die Orgel benutzt, weil diese Instrumente auf dem Album ebenfalls zu hören sind und wir ja normalerweise nicht die Möglichkeit haben diese Dinge mit auf Tour zu nehmen. Für uns war es etwas ganz Fantastisches und wir hoffen, dass wir das noch einmal wiederholen können.«

Ihr habt in Punk-Rock-Clubs, wie in Düsseldorf, gespielt und dann in einem traumhaften Ambiente, wie der Balver Höhle. Ändert sich etwas an eurer Performance, wenn Ihr an so grundverschiedenen Orten auftretet?



»Natürlich! Das Gefühl ist total anders! In kleinen Clubs ist die Atmosphäre sehr intensiv, wenn der Laden richtig voll ist und es von der Decke tropft! Wenn Du in einer kalten Höhle vor 1000 Leuten spielst, ist das schon anders, aber beides hat seine Vorteile. Wir haben beides sehr genossen!«



Ihr habt Killing Jokes 'Love Like Blood' gecovert. Was ist deine persönliche Verbindung zu diesem Song?



»Während wir mit Me And That Man auf Tour waren, haben wir fast die ganze Zeit Killing Joke gehört und jedes Mal, wenn 'Love Like Blood' gespielt wurde, sind wir ausgeflippt. Als die Tour zu Ende war, haben wir uns gesagt, dass wir den Song vielleicht covern sollten. Wir haben ihn dann etwas verändert und ihn mehr „doolisch“ gestaltet, indem wir ihn langsamer gespielt haben. Zusätzlich haben wir noch mehr Doom hineingepackt und ich denke, dass es gut gelungen ist. Das Lustige ist, dass die Fans bei dem Song zunächst nicht wissen, dass es 'Love Like Blood' ist und nur merken, dass sie das irgendwie kennen. Erst beim Refrain geht ihnen dann ein Licht auf auf und jeder singt mit! Es ist wirklich witzig, die Reaktionen in ihren Gesichtern zu beobachten.«

Abgesehen von dem Konzert bei unserer Rock Hard Night in Dortmund, habt ihr noch eine Tour mit Wolvennest und Gold angekündigt, was eine sehr passende Kombination ist. Habt ihr die Bands ausgesucht, weil ihr sehr gut mit ihnen befreundet seid, oder aus anderen Gründen?



»Wir haben uns nach Künstlern umgesehen, die komplett zu uns passen. Im Frühjahr hatten wir schon eine Tour mit Ggu:ll, die sehr gut zu uns gepasst haben, aber wir wollten das nicht wiederholen. Also haben wir uns überlegt, wen wir fragen sollen und da ich in letzter Zeit viel Wolvennest gehört und sie auch auf dem Roadburn gesehen habe, was wirklich fantastisch hypnotisch war, haben wir sie gefragt. Es ist eher ein organisches Ding und so haben wir unsere Freunde von Gold ebenfalls gefragt.«

Auf eurer Homepage steht unter der Dezember-Tour-Ankündigung ein Zitat von Sylvia Plath. Inspiriert dich Poesie für deine Texte und bietet sich da eine ähnliche Botschaft, die ihr durch eure Musik übertragt?



»Die Idee für das Artwork der Dezember-Tour mit all den Augen – die übrigens echte Augen sind – kam durch das Gedicht von Sylvia Plath. Also habe ich meine befreundete Grafikerin gefragt, ob wir das irgendwie verbinden können. Sie hat dann diesen Kreis der toten Augen daraus gemacht, so dass man in die Augen der Toten starrt. Ich lese Poesie und Philosophie und natürlich bleibt davon etwas in deinen Gedanken und man denkt darüber viel nach und manchmal transferiert sich dies in Songtexte oder ins Artwork.«



Bleibt euch aufgrund eurer Touraktivitäten noch Zeit, um neue Songs zu schreiben oder kommt das erst, wenn der Tourmarathon zu Ende ist?



»Wir haben zwischendurch schon neue Stücke geschrieben und auch auf der Tour schon einen neuen Track gespielt, was fantastisch geklappt hat. Natürlich können wir nicht die ganze Zeit nur unser Album spielen und werden uns auch irgendwann auf neue Songs konzentrieren und diese dann aufnehmen. Ich weiß aber noch nicht, wann das sein wird, aber wir werden bestimmt nicht drei oder vier Jahre lang dieses Album live präsentieren. Wir können immer noch wachsen, da wir als Band noch ziemlich jung sind.«



Als ihr mit Me And That Man auf Tour wart, wussten viele nicht, wer ihr seid. Das hat sich in der Zwischenzeit geändert.



»Wir haben nicht das Gefühl, dass wir durch die Decke gehen, aber die Headliner-Tour war fantastisch. Die Leute, die uns als Vorband gesehen haben, kamen wieder, um uns als Hauptband zu sehen. Das ist ein gutes Gefühl! Alle Clubs waren super voll und es fühlt sich ausgezeichnet an, wenn du für Leute spielst, die sich wirklich für deine Musik interessieren und zuhören. Diese Leute wollen bewegt werden und das ist eine tolle Sache.
Beim Metaldays-Festival war es beispielsweise total verrückt: Wir hatten ein 40-minütiges Set und nach einer halben Stunde zog ein apokalyptisches Gewitter auf und zuerst waren die Leute total begeistert, weil es während 'Oweynagat' passierte. Wir beschwören in dem Song den Geist der Toten und genau dann fing es wirklich schlimm an zu regnen, aber die Zuschauer waren deswegen total aus dem Häuschen. Als dann aber die Blitze kamen, rannten sie weg und wir mussten aufhören, weil es bis auf die Bühne regnete und unsere Verstärker nass wurden. Die Gefahr war dann etwas zu hoch. Obwohl wir die Show frühzeitig beenden mussten, war das eine besondere Show für uns!«

In unserem Online-Shop bekommt ihr Tickets für die Rock Hard Night mit DOOL und MOTOROWL.

 

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