Online-MegazineInterview

HEART OF CHROME

Interview mit der Demo-/Eigenproduktionsband 07/18

HEART OF CHROME

Auch mit ihrer zweiten EP „Rockaholic“ räumen HEART OF CHROME aus Pforzheim bei uns den Tipp des Monats unter den Eigenproduktionen ab. Da lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, bei den Rock'n'Rollern anzurufen, die uns in voller Mannschaftsstärke, namentlich Bassist Chris Traynor, Gitarrist Chris „Bigfoot“, Sänger Jens und Trommler Luke, Rede und Antwort stehen. Dabei gibt‘s Aufklärung über Rockshows auf dem Dorf, das anstehende Debütalbum und was ein „Rockaholiker“ ist.

Ihr wurdet bereits zum zweiten Mal zum Tipp des Monats im Rock Hard gekürt. Wie geht’s euch damit?

Chris Traynor: »Das freut uns ungemein! Wir sehen das als Lohn für die Arbeit, die wir in die Band und in die EP gesteckt haben.«

Chris "Bigfoot": »Das ist auch eine Bestätigung für uns als Musiker! Wir haben uns seit unserer letzten EP weiterentwickelt und auch unser Sound hat sich etwas verändert. So eine Auszeichnung zeigt uns nochmal, dass wir auf dem richtigen Weg sind.«

Jens: »Wir betreiben die Band neben Beruf und Familie ja nur hobbymäßig, daher ist das auch eine gute Motivation. Außerdem wollen wir ja mit HEART OF CHROME auch noch einiges erreichen und zum Beispiel größere Bühnen spielen, da hilft das natürlich.«

Wobei ihr bei euch in der Umgebung schon viel spielt, obwohl Pforzheim und Umgebung nicht gerade als Hochburg des Rock 'n' Roll bekannt ist. Seht ihr euch als Botschafter der Rockmusik für eure Region?

Jens: »Schon irgendwie. Hier in der Gegend Karlsruhe/Pforzheim ist der Rock 'n' Roll so ziemlich ausgestorben, wir haben in den letzten Jahren auch einige Läden sterben sehen, und das ist sehr schade. Umso schöner, dass wir jetzt bei euch mit Review und Interview vertreten sind! (lacht)«

Trotzdem ist es schön zu sehen, dass ihr auf den Dörfern in der Umgebung immer wieder Auftrittsmöglichkeiten findet.

Luke: »Wir haben sogar festgestellt, dass es auf den Dörfern meistens mehr abgeht als in den Großstädten! Ich glaube, auf dem Dorf ist das Publikum dankbarer, dass mal jemand spielt, weil man nicht, wie in den Städten, 50 Möglichkeiten hat, den Abend zu verbringen. Da ist man dann der Hauptact und nicht einer unter vielen.«

Chris Traynor: »Das macht schon viel Spaß!«

Von den EP-Titeln her habt ihr jetzt den Rock'n'Roll-Dreiklang abgefrühstückt, nach dem Sex in „Get Naked“, gibt es jetzt Drogen bzw. Alkohol und Rock in „Rockaholic“.

Chris "Bigfoot": »Unser jetziger Albumtitel kommt allerdings eher von Workaholic, nicht von Alcoholic (lacht). Im namensgebenden Song geht es darum, dass man als Band immer wieder vor neuem Publikum in einer neuen Stadt spielt und das Gefühl, das man hat, wenn den Leuten die Musik gefällt. Wobei deine Assoziation schon irgendwie stimmt, denn das ist ja fast wie eine Droge (lacht).«

Die EP ist auch die erste, die ihr von Anfang bis Ende als Quartett geschrieben habt. Hat sich dadurch euer Songwriting verändert?

Chris "Bigfoot": »Auf jeden Fall! Die Songs der letzten Platte sind noch mit unserem alten Sänger, der von der Stimmlage eher in Richtung Bon Scott ging. Jens hingegen hat eher eine tiefe, bluesigere Stimme, an die wir uns beim Songwriting natürlich angepasst haben. Das Schöne ist, dass sich alle vier am Komponieren beteiligen, was der Scheibe zu Gute kommt, wie ich finde.«

Ihr habt auf eurer Facebook-Seite auch schon angekündigt, dass ihr an eurem ersten Album arbeitet. Versteht ihr „Rockaholic“ als Vorgeschmack darauf?

Chris Traynor: »Definitiv. Wir wollten auf der EP zeigen, wie sich unser Sound in den letzten Jahren verändert hat und die Bandbreite unserer Musik vorstellen, die sich auch auf dem Album wiederfinden wird.«

Chris "Bigfoot": »Auf der neuen Scheibe wollen wir die Grenzen unserer Musik auch weiter ausloten. Wir wollen noch vielfältigere Songs schreiben, also sowohl härtere als auch softere Sachen im Vergleich zu dem, was man von uns gewohnt ist.«

Ein bisschen kündigt sich diese Veränderung schon beim 'Easy Blues' an, der einen Southern-Rock-Vibe versprüht.

Chris "Bigfoot": »Die Nummer war tatsächlich ein Experiment. Ich habe das Riff im Proberaum gespielt und dann haben wir das so aufgebaut. Unser Maßstab ist aber immer Hardrock und Bluesrock, Southern Rock eher nicht.«

Chris Traynor: »Andererseits ist das auch wieder so ein Fingerzeig in Richtung neue Platte, denn das ist wieder eine neue Facette, die wir mit reingebracht haben.«

Wisst ihr schon, wann wir mit dem neuen Album rechnen können?

Luke: »Geplant ist, dass wir das Ding im Sommer 2019 präsentieren. Wir wollen in den nächsten zwei Monaten mit den Aufnahmen beginnen und wenn alles klappt, sollten wir dann Mitte nächsten Jahres soweit sein.«

Und die Scheibe wird auch wieder in Eigenregie veröffentlicht?

Chris Traynor: »Genau. Dadurch, dass wir alle beruflich und familiär eingespannt sind, ist das für uns aktuell die beste Lösung, denn so können wir uns unseren Zeitplan selber legen und haben keinen Druck von außen.«

Jens: »Diese Freiheit ist auch in unserem kreativen Prozess wichtig, denn so können wir in aller Ruhe an Feinheiten arbeiten und so lange an einem Song feilen, bis wir finden, dass er perfekt ist.«

 

www.facebook.com/heartofchromeband

 
 

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