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URIAH HEEP, JUDAS PRIEST

Dortmund, Westfalenhalle 1

JUDAS PRIEST

Nachdem JUDAS PRIEST in diesem Frühjahr nicht nur ihr bestes Album seit locker zwei Dekaden vorgelegt, sondern kürzlich auch mit zahlreichen starken Gigs im In- und Ausland (unter anderem auf dem Wacken Open Air - lest dazu den Bericht von Stefan "Eisenfavst" Hackländer und Zompf "zehn Bier sind auch 'ne Jacke" Kupfer in der kommenden Rock-Hard-Printausgabe) überzeugt haben, ist der Besuch der heutigen Show in direkter Nachbarschaft der heiligen Redaktionshallen natürlich Ehrensache.

Zum Aufwärmen trifft sich die Rock-Hard-Crew (bestehend aus Boris Kaiser, Ronny Bittner, Mandy Malon, Thorsten Dörting, Isabell Raddatz und meiner Wenigkeit - Phantom Rönnebeck soll Gerüchten zufolge erst später in der Halle gesichtet werden) im nahe der Halle gelegenen Biergarten Stadion Rote Erde. Vor allem Mandy hat Hummeln im Hintern, schließlich ist der Gig "ihr erstes Mal", wie sie uns freudestrahlend erklärt, während sie ganz aufgeregt von einem Bein aufs andere hüpft. Zwei Bierchen später geht's dann los, denn als Opener dürfen keine Geringeren als URIAH HEEP auf die Bretter, die einen ebenso schnieken wie gutlaunigen Best-of-Set zocken, der seinen Höhepunkt im Doppelschlag aus 'Bird Of Prey' und 'Easy Livin'' findet. Insgesamt 'ne gute Nummer, man merkt an den eher zurückhaltenden Publikumsreaktionen allerdings schon ziemlich deutlich, dass der Großteil der Besucher in erster Linie wegen Priest hier ist.

Ebenjene eröffnen ihren Auftritt wenig später mit dem Titeltrack des aktuellen Albums "Firepower", bevor es mit 'Grinder', 'Sinner' und 'The Ripper' zurück in die späten Siebziger/frühen Achtziger geht. Während der Rest der Redaktion das "düstere Schicksal der Presse" akzeptiert (in der Westfalenhalle gibt's für Medienvertreter ausschließlich Sitzplatzkarten, was in der Tat ein wenig auf die Stimmung drückt), will Mandy das so gar nicht einsehen: "Ich bin doch keine Oma", lässt unsere Black-Metal-Queen verlauten - und entschwindet in der Hoffnung, sich irgendwie an den Secus vorbei mogeln zu können, in Richtung Innenraum. Wir tragen's mit Fassung und erfreuen uns an dem, was folgt, denn die Priester haben nicht nur eine erstklassige Setlist aufgestellt, sondern lassen auch nichts anbrennen. War Rob Halford in Live-Situationen vor einigen Jahren noch ein Überraschungspaket, ist der Mann inzwischen stimmlich in weitaus besserer Form als in den frühen Zweitausendern und brilliert mit einer Leistung, auf die nicht nur Altersgenossen (der Mann ist 66 Jahre alt, das darf man nicht vergessen) neidisch sein dürften. Die "Action" wird derweil größtenteils vom Gitarrendoppel Richie Faulkner/Andy Sneap getragen (letzterer springt für den seit geraumer Zeit erkrankten Glenn Tipton ein), während sich Bassist Ian Hill wie gewohnt eher im Hintergrund hält. Und so geht's die nächsten zwei Stunden weiter, Hit folgt auf Hit, die Stimmung im Publikum ist ausgezeichnet bis überbrodelnd.

Nachdem die Priester ihren regulären Set mit 'Painkiller' beendet haben, kommt die Band - verstärkt um Glenn Tipton, der die gesamte Tour mitfährt und sich je nach Tagesform auf die Bühne begibt - zurück, um der Halle den Rest zu geben: 'Metal Gods'! 'Breaking The Law'! 'No Surrender'! 'Living After Midnight'! Meine Herren, was für ein Abgang. Oder, wie man auch so schön sagt: The Priest is back! Und Mandy? Die ist seit dem Konzert verschollen. Falls sie jemand gefunden hat, möge er sich bitte per Mail an online-redaktion@rockhard.de melden, wir hätten sie gerne zurück. Danke!




SETLIST JUDAS PRIEST

Firepower
Grinder
Sinner
The Ripper
Lightning Strike
Bloodstone
Saints In Hell
Turbo Lover
Tyrant
Night Comes Down
Freewheel Burning
Rising From Ruins
You've Got Another Thing Comin'
Hell Bent For Leather
Painkiller
--
Metal Gods
Breaking The Law
No Surrender
Living After Midnight


 

Pics: Thorsten Seiffert (www.facebook.com/rnrreporter)

AbfahrplanDie nächsten Konzerte

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URIAH HEEP + THE ZOMBIES03.11.2018TrierEuropahalleTickets
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