Saalschlachten, brettharte Gitarren, pumpende Bässe, lange Haare und ein cooles Denim-Image - die Rede ist nicht von Turbonegro, sondern von den besten Jahren von STATUS QUO. Das rockende Traumpaar Francis Rossi und Rick Parfitt erfand Anfang der siebziger Jahre sogar das Headbanging und teilte sich mit Bands wie Motörhead und AC/DC eine Zeitlang das schlimmste Rüpelpublikum der Szene, ehe man mit radiotauglichem Hausfrauen-Rock für Jahrzehnte ins seichte Metier abtauchte. Rock Hard stellt die coolen Platten vor.
Der Ruf von STATUS QUO ist ramponiert. Wären da nicht die immer noch sehr unterhaltsamen Liveshows, deren Grundstock nach wie vor das Material der Jahre 1973 bis 1977 bildet, wäre die Band für Hardrock-Fans eigentlich kaum noch interessant. Für die Herren Rossi und Parfitt, die in England eine Art Nationalheiligtum darstellen, auf Flugzeugträgern ´In The Army Now´ trällern und deren Gigs von Prince Charles mit dem Hubschrauber besucht werden, stellt sich das Ganze natürlich völlig anders dar. „Alles Rock´n´Roll!“ lautet die Devise. Und Goldene Schallplatten in Hülle und Fülle geben ihnen Recht. Warum es diesen Bruch in der Quo-Historie gab, darüber sind sich selbst Musikkritiker nie einig geworden. Einer von ihnen wagte kürzlich die bemerkenswerte Theorie, die Band sei letztlich nur zu ihren Wurzeln als unterhaltsamer Pub-Act zurückgekehrt, und in der Tat schunkeln hauptsächlich besoffene Engländer um drei Uhr nachts in südspanischen Manchester-United-Bars zum akustischen Käse, den die Band seit 1980 veröffentlicht. ...
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| 09.11.2012 | Regensburg | Donau Arena | ![]() |