DEF LEPPARD
SEZIERTISCH - DEF LEPPARD
Während Zyniker DEF LEPPARD gerne vorwerfen, spätestens seit dem „Hysteria“-Album nicht eine einzige relevante Platte veröffentlicht und mit ihren poppigen Produktionen und ausgefeilten Vokal-Arrangements die Blaupause für den Siegeszug von Boybands wie Backstreet Boys oder Take That geliefert zu haben, bemühen Fans als Argument für die Klasse des Quintetts gerne die Statistik. Weltweit haben DEF LEPPARD bis zum heutigen Tag fast 70 Millionen Platten abgesetzt und sind zusammen mit Led Zeppelin, den Beatles, Pink Floyd und Van Halen eine von nur fünf Rockbands, die mit zwei aufeinanderfolgenden Studioalben in den USA mindestens zehn Millionen Einheiten verkauften. Sind die Briten also verkannte Genies, oder warteten sie lediglich mit dem richtigen Sound zur richtigen Zeit auf?
Unverzichtbar
HIGH´N´DRY
(Vertigo, 1981)
DER entscheidende Baustein für spätere Höhenflüge und das Album, das DEF LEPPARD bis zum heutigen Tag von ihrer aggressivsten Seite präsentiert. Ob es daran liegt, dass das Debüt von der englischen Presse wegen seiner zu polierten, „amerikanischen“ Ausrichtung verrissen wurde (der Auftritt beim prestigeträchtigen Reading-Festival gerät zum Desaster, als das Publikum den Fünfer mit Flaschen bombardiert) oder daran, dass ein gewisser John „Mutt“ Lange auf dem Produzentensessel Platz nimmt - „High´n´Dry“ überzeugt mit Killer-Songs, Killer-Riffs, Hooks für die Ewigkeit und einer Produktion, die die Band auf das nächste (Erfolgs-)Level hievt. ´Let It Go´,...
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