IRON MAIDEN
IRON MAIDEN - 'The Final Frontier' (Gangbang)
Die wichtigsten Fakten ohne Vorgeplänkel:
Ja, „The Final Frontier“ ist ein starkes Album geworden. Stärker als „Dance Of Death“, in etwa genauso gut wie „A Matter Of Life And Death“, aber nicht ganz so überzeugend wie „Brave New World“.
Ja, die Platte ist etwas zu lang(atmig) und wäre wahrscheinlich noch besser, weil kompakter, wenn sie um 15 Minuten gekürzt worden wäre.
Ja, Kevin Shirley hat seinen Job zufriedenstellend erledigt.
Mehr geht nicht, weil sich Maiden heutzutage weigern, monatelang wie mit Martin Birch akribisch zu arbeiten. Stattdessen gehen sie ein paar Wochen zusammen ins Studio, spielen ihre Songs mehr oder weniger live ein - und Kevin muss das Ganze dann so gut wie möglich verpacken, wobei ihm Steve auch noch die Richtung vorgibt. Anders können und wollen Maiden heutzutage nicht mehr arbeiten; es gäbe sonst gar keine neuen Alben mehr. Die zunächst berechtigt erscheinende Kritik an Kevin Shirley zielt deswegen ins Leere und ist nicht ganz fair.
Ja, es sind zwei, drei schwache Songs auf „The Final Frontier“ zu finden, aber die Platte steigert sich nach 20 Minuten, die zumindest bei den ersten drei, vier Durchläufen für Maiden-Verhältnisse unspektakulär sind. ´El Dorado´ wächst aber mit der Zeit (gute Chorus-Hookline), ebenso wie der Titelsong, dessen seltsames Intro natürlich nur ein Gag ist. Die (für mich) beste Nummer der Scheibe, ´When The Wild Wind Blows´, steht am Schluss, ist ein Elf-Minuten-Steve-Harris-Epic der bekannten Machart und überzeugt...
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