JUDAS PRIEST
SEZIERTISCH
Auch wenn JUDAS PRIEST in jüngerer Vergangenheit eher durch den gescheiterten Versuch, Rob Halford durch einen Karaokesänger zu ersetzen, und die Veröffentlichung des strunzlangweiligen „Nostradamus“-Konzeptalbums von sich reden machten: Es gab eine Zeit, als die Briten die packendsten Platten der Metalszene einspielten, zu den aufregendsten Live-Acts gehörten und schlicht und ergreifend die beste Band der Welt waren. Ältere Rock-Hard-Leser werden sich wehmütig erinnern, der Unter-30-Fraktion soll dieser Seziertisch als Orientierungshilfe dienen.
Unverzichtbar
KILLING MACHINE
(CBS, 1978)
Es hat seine Gründe, dass dieser Seziertisch nicht von unserem Priest-hörigen Duo Kühnemund/Rönnebeck erstellt wird. Zum einen steht auch uns nicht unbegrenzt Platz zur Verfügung (ein weiteres 32 Seiten starkes Special neben der Motörhead-History sitzt in dieser Ausgabe einfach nicht drin); zum anderen soll diese Story ein Leitfaden durch den umfangreichen Backkatalog der Briten und eben keine kritiklose Jubelarie sein. Demzufolge ist es nur logisch, dass mit dem 1978 veröffentlichten „Killing Machine“ erst der fünfte Longplayer der Bandgeschichte den Sprung in die „Unverzichtbar“-Kategorie schafft. Schon der Album-Opener ´Delivering The Goods´ macht klar, dass die Band - und vor allem Rob Halford, dessen Gesang enorm ausdrucksstark klingt - endgültig ihren ureigenen Stil gefunden und an Härte zugelegt hat. Endlich gelingt es Priest, die Power ihrer Liveshows ansatzweise ins Studio zu...
Dieser Text endet hier.
Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.