LED ZEPPELIN
Welteroberung in vier Zügen
In unserer neuen Serie „Rock Hard Zeitreise“ beamen wir euch und uns in magische Phasen der Musikgeschichte zurück. Erstes Reiseziel ist der Beginn der Hardrock-Ära vor 40 Jahren, als es LED ZEPPELIN innerhalb von zwölf Monaten mit zwei LPs und vier US-Tourneen schafften, die Rock-Landschaft für immer zu verändern.
1969 ist ein Jahr des Umbruchs. Die US-Truppen ziehen sich langsam aus Vietnam zurück, Apollo 11 landet als erste bemannte Raumkapsel auf dem Mond, in der BRD ist homosexueller Geschlechtsverkehr nicht mehr strafbar, mit Willy Brandt wird zum ersten Mal ein SPD-Politiker Bundeskanzler, und nach dem Zerfall der APO formiert sich die Keimzelle der Rote Armee Fraktion. Auch kulturell stehen die Zeichen auf Veränderung. Beim stockkonservativen britischen Staatssender BBC debütiert die anarchische Fernsehserie „Monty Python´s Flying Circus“, Langspielplatten verkaufen sich weltweit erstmals besser als Singles, und die Hippie-Bewegung stampft nicht nur die großen Festivals in Woodstock, Bath, Atlanta und auf der Isle Of Wight aus dem Boden, sondern schreckt auch aus allen psychedelischen Tagträumen hoch, als während des Rolling-Stones-Auftritts auf dem kalifornischen Altamont Speedway ein junger Schwarzer von als Security angeheuerten Hells Angels erstochen wird. In dieser brodelnden, von synthetischen Drogen und politischer Radikalisierung aufgeheizten Atmosphäre kann die bis dahin allgegenwärtige Beat-Musik nicht mehr den passenden Soundtrack zur Realität liefern, die übermächtigen Beatles zerbrechen als erster Pop-Gigant am immer rascheren Auseinanderdriften von Musik und Wirklichkeit. Die Jugend verlangt nach härteren, raueren Klängen, in denen sie ihre Ängste und Hoffnungen wiederfindet, doch bis auf The Who mit ihrer Rockoper „Tommy“ erkennt keine der etablierten Bands die Zeichen der Zeit. ...
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