RH #253Seziertisch

THIN LIZZY

SEZIERTISCH: THIN LIZZY

Auch wenn THIN LIZZY nicht zu den absoluten Verkaufsgiganten gehören, ist der Einfluss der Band auf die Rockszene enorm. Seien es die doppelläufigen Gitarrenharmonien, die Lizzy zwar von Wishbone Ash übernommen, aber umgehend zu ihrem eigenen Markenzeichen gemacht haben, oder das originell-abwechslungsreiche, jede Genregrenze ignorierende Songwriting von Bandleader Phil Lynott - dem Zauber THIN LIZZYs kann man sich auch mehr als zwei Jahrzehnte nach dem drogenbedingten Tod Lynotts nicht entziehen. Zu würdevoll ist der Großteil des Songmaterials gealtert, als dass man Lizzy für irrelevant halten könnte. Zu griffig und oftmals poetisch sind die Texte Lynotts, der es verstand, fundierte Storys über die Historie Irlands genauso authentisch zu erzählen wie Außenseiter-Geschichten von der Straße, als dass man sie für nostalgischen Kitsch halten könnte. In Dublin hat man sogar eine Statue errichtet, um das Lebenswerk Phil Lynotts zu ehren.

Wir werfen einen Blick in den umfangreichen Backkatalog der Band.

Unverzichtbar

 

JAILBREAK

(Vertigo, 1976)

 

Fünf Alben benötigten THIN LIZZY, ehe sie ihre ganze Stärke endlich bündeln konnten. „Jailbreak“ etablierte die Band schlagartig in der Szene. Vorbei die Zeiten der ersten drei Veröffentlichungen, als Lizzy als Power-Trio noch einen kruden Soundmix aus Hardrock, Folk und Psychedelic-Rock zusammenrührten. Vorbei die Stilfindung, die auf den beiden Vorgänger-Alben „Night Life“ und „Fighting“ stattgefunden hatte. Weltweite Tourneen...

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