SCORPIONS
Bloody rockin´ Krauts!
Die SCORPIONS sind mit über 40 Millionen verkauften Alben der erfolgreichste deutsche Hartwurst-Export aller Zeiten, doch trotz der zahllosen Platinauszeichnungen war über viele Karriereabschnitte der Hannoveraner Dauerbrenner bislang relativ wenig bekannt. Andreas Himmelstein recherchierte wochenlang in den Rock´n´Roll-Geschichtsarchiven und führte ausführliche Interviews mit Rudolf Schenker (g.) und Klaus Meine (v.), um eine lückenlose History der Scorps zusammenzustellen.
Alles im Eimer
1965 taufte Rudolf Schenker seine Band auf den Namen THE SCORPIONS. Man spielte Coversongs von angesagten Acts wie den Beatles und den Rolling Stones, alte Rock´n´Roll-Klassiker aus den 50ern und trat in den nächsten Jahren häufig im Vorprogramm bekannter Bands wie den Lords oder den Searchers auf. Am Wochenende bat man zum Tanz oder maß sich mit anderen Bands bei Wettbewerben, die zu dieser Zeit sehr beliebt waren. Bei einem dieser Contests traten neben den SCORPIONS The Mushrooms mit dem späteren SCORPIONS-Frontmann Klaus Meine auf - die Wege der beiden Bands sollten sich noch häufiger kreuzen. Auch wenn die SCORPIONS jenen Wettbewerb für sich entscheiden konnten, sorgte an diesem Tag vor allem Deutschlands jüngste Beat-Band The Cry für Aufsehen, in der Rudolfs sieben Jahre jüngerer Bruder Michael sein wahnsinniges Talent zur Schau stellte. Da Rudolf zu dieser Zeit noch seine Lehre als Starkstromelektriker und die Band unter einen Hut bringen musste, blieb kaum Zeit, unter der Woche die angesagtesten neuen Songs rauszuhören. Für ein kleines Taschengeld übernahm der damals elfjährige Michael, der im Alter von neun Jahren mit dem Gitarrespielen angefangen hatte, diesen Job. Doch gerade mal an der Schwelle zum Teenager-Alter angelangt, sorgte bereits eine weitere Leidenschaft des jungen Knaben für einen frühen Karriereknick, dem aus demselben Grund noch viele weitere folgen sollten. ...
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