SLAYER
Die absolute Macht
„Controversy is a wonderful thing“ (Kerry King)
Wenn es SLAYER nicht geben würde, hätte die Yellow-Press sie erfunden. SLAYER haben Millionen von Platten verkauft und dabei alle Klischees von angeblicher Nazi-Sympathie über Gewaltverherrlichung bis hin zu Satanismus erfüllt, die sich die Boulevard-Journaille so sehnlich von Metal-Acts erhofft.
Gerade hat die größte Extrem-Metal-Band des Planeten ihr 20-jähriges Platten-Jubiläum gefeiert. Die Kompromisslosigkeit, mit der SLAYER seit ihrer Gründung zu Werke gehen, ist einzigartig. Keine andere Gruppe hat über einen solch langen Zeitraum dermaßen dickköpfig ihre Integrität und Aggression bewahrt und sich zugleich zu einem immens erfolgreichen Act entwickelt. SLAYER sind ein Phänomen, an dem sich musikalisch und kommerziell Heerscharen von Bands die Zähne ausgebissen haben. Das Rock Hard zeichnet die History der Totschläger nach.
Drachentöter mit böser Schminke
Als das Rock Hard 1983 loslegt, sind SLAYER schon da. Bereits ein Jahr zuvor hat im kalifornischen Huntington Park ein Teenager namens Kerry King die Idee, eine neue Band auf die Beine zu stellen. Als Erstes gesellt sich mit Jeff Hanneman ein zweiter Gitarrist hinzu, der zwar ein Faible fürs Militaristische hat (speziell für den Zweiten Weltkrieg), aber musikalisch eher einen Punk-Background mitbringt. Die Drums übernimmt der kubanischstämmige Dave Lombardo. Als Letzter stößt mit Bassist und Sänger Tom Araya ein Hobby-Musiker hinzu, der zu jenem Zeitpunkt noch in...
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