MANILLA ROAD
Mit Walküren nach Walhalla
Wenn der Titel „unterbewertetste Band aller Zeiten“ eine Auszeichnung wäre, könnten sich MANILLA ROAD-Kopf Mark Shelton und seine wechselnden Mitstreiter so manchen Orden ans Revers heften.
Doch leider sieht die Realität anders aus. Zwar hat die Band in ihrer langen Karriere zehn Alben veröffentlicht, zu mehr als einem superfanatischen Underground-Following reichte es aber nie.
Und das ist verdammt schade, denn wenn man sich Scheiben wie „Crystal Logic“, „The Deluge“ oder „Open The Gates“ unvoreingenommen anhört, sollte eigentlich jedem Headbanger auffallen, dass die drei Jungs aus Wichita, USA zu den eigenständigsten Acts der Metal-Geschichte zählen. Aber vielleicht war dies auch immer die Krux der 1976 gegründeten Band.
»Es gab wirklich nie eine andere Combo, die auch nur annähernd so wie wir klang«, erinnert sich Sänger und Gitarrist Mark Shelton. »Da ist es doch nur logisch, dass uns viele Leute, die den glattgebügelten Sound der meisten Major-Metal-Acts bevorzugen, nicht mögen. Zugegebenermaßen könnte es auch an meinem Gesang liegen, der nicht gerade dem entspricht, was man normalerweise mit „Epic Metal“ in Verbindung bringt. Ich habe oft zu hören bekommen, dass man meine Stimme entweder liebt oder sie nicht ausstehen kann. Das macht mich aber auch stolz, denn es ist schon ein Erfolg, wenn man bei den Leuten überhaupt irgendeine emotionale Reaktion hervorruft.«
Den Begriff „Epic Metal“ muss man allerdings relativieren, denn die ersten beiden Alben der Combo,...
Dieser Text endet hier.
Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.