KANSAS
Kansas gehören seit 25 Jahren zur Spitzengruppe der Bombastrock-Liga und haben es stets verstanden, sich auf dem goldenen Mittelweg zwischen vielschichtigen Songs und eingängigen Melodien zu bewegen. Zum ersten Line-up der aus Topeka stammenden Band gehören: Steve Walsh (v./keys), Phil Ehart (dr.), Richard Williams (g.), Kerry Livgren (g./keys), Robby Steinhardt (v./violin) und Dave Hope (b.). 1974 gerät der amerikanische Plattenfirmenchef und TV-Produzent Don Kirshner an ein Demo der Band und ist derart beeindruckt von ihrer komplexen Rockmusik, daß er sie flugs für sein Kirshner-Label unter Vertrag nimmt. Auf den ersten beiden Alben, "Kansas" und vor allem "Songs For America", präsentieren sich Kansas mit einem sowohl auf Klassik als auch auf Blues, Jazz, Symphonic-Rock und Hardrock basierenden Sound, in welchem Steinhardts Geigenspiel sowie die Keyboards von Steve Walsh und Kerry Livgren eine dominierende Rolle spielen. Nach "Songs For America" wird das Songmaterial um einiges zugänglicher, und die Popularität der Band beginnt zu wachsen. Ihren Höhepunkt erreichen Kansas mit dem Album "Point Of Know Return", das mit dem Monumental-Song 'Dust In The Wind' einen Mega-Smash-Hit enthält. Das Doppel-Live-Album "Two For The Show" könnte man als einen erfolgreichen Lückenfüller bezeichnen, doch bei "Monolith" deuten sich erste Abnutzungserscheinungen an. Die Gegensätze zwischen den beiden Haupt-Songwritern Livgren und Walsh werden immer offensichtlicher: Livgrens Kompositionen weisen starke religiöse Einflüsse auf, während Walsh der Musik mehr Drive verpassen will. Um dieses Problem zu lösen, veröffentlicht jeder von ihnen ein Solo-Album, wobei Livgren Unterstützung von Starsänger Ronnie James Dio bekommt (Livgren gründet außerdem ein religiöses Hobbyprojekt mit dem Namen AD). Als Kansas 1981 in Deutschland einige Festivals mit Blackfoot, 38 Special, Blue Öyster Cult, Foreigner, Iron Maiden und Motörhead spielen, wird offensichtlich, daß die Formation sich zu wiederholen beginnt. Kansas machen einen ausgebrannten Eindruck und haben in musikalischer Hinsicht mit Sicherheit schon bessere Tage gesehen. 1981 gründet Steve Walsh als Solo-Projekt mit Ex-City Boy-Gitarrist Mike Slamer die Band Streets. Ein Vertrag bei Atlantic ist schnell unterzeichnet, und mit dem Top-Producer Neil Kernon an den Reglern präsentieren Streets eine melodiöse, knackige Heavy-Rock-LP, deren Songs sich durch ihre luftige Konstruktion, die Stimmgewalt von Steve Walsh und das variable Gitarrenspiel von Mike Slamer auszeichnen. Die LP wird von der Fachpresse enthusiastisch gefeiert, doch die Promotion ist so erbärmlich schlecht, daß selbst bei Live-Auftritten von Streets kaum hundert Zuhörer auftauchen. Die zweite Scheibe, "Crimes In Mind", vom Sound her vergleichbar mit dem Debüt, beinhaltet reiferes Songmaterial, doch Atlantic scheren sich erneut einen feuchten Dreck darum, dieses Album einem größeren Publikum zugänglich zu machen, und so stirbt die Supergroup einen frühzeitigen, unnötigen Tod. Auch für Kansas sieht die Zukunft alles andere als rosig aus. Der neue Sänger John Elefante ist zwar kompetent, lenkt die Band jedoch in eine introvertiertere Richtung, die teilweise Jazz-Einflüsse aufweist. Deutlich wird dies besonders bei dem Album "Drastic Measures", zu dem Steinhardt keinen einzigen Ton mehr beisteuern darf. Da es mit Elefante immer schlechter läuft, beschließt Livgren, Kansas an den Nagel zu hängen und sich fortan nur noch um AD zu kümmern. Das versetzt Kansas den Todesstoß. Da Livgrens CDs vornehmlich auf christlichen Labels erscheinen, erreichen sie kein großes Publikum (der Sampler "Decade" bietet eine gute Übersicht über Livgrens Aktivitäten in den 80ern). Einige Jahre nach Livgrens Abgang werden Kansas wieder zum Leben erweckt. Mit dabei sind die Rückkehrer Walsh (dessen Band Streets nicht mehr existiert), Phil Ehart und Richard Williams sowie die Neuzugänge Billy Greer (ex-Streets, b.) und Ausnahmegitarrist Steve Morse (ex-Dixie Dregs/Steve Morse Band). Diese Kombination überrascht vor allem mit dem exzellenten "Power"-Album, das sich durch einen zwar harten, aber auch kommerziellen Sound auszeichnet, der irgendwo zwischen den alten Kansas und den späten Streets liegt. Das neue Konzept wird erfolgreich auf der "In The Spirit Of Things"-LP fortgesetzt, an deren Entstehung eine Reihe von Co-Songwritern beteiligt sind. Leider verlieren Kansas kurz darauf ihren Plattenvertrag. Steve Morse verläßt die Band und spielt wieder Solo-Platten ein. Im Juli 1992 gibt es endlich ein neues Lebenszeichen von Kansas. Der hervorragende Konzertmitschnitt "Live At The Whisky" erblickt das Licht der Welt. Selbst Veteran Kerry Livgren ist auf der Scheibe kurz zu hören, und David Ragsdale und Greg Robert feiern ihren Einstand als neue Band-Mitglieder. Kansas sind jedoch eine waschechte Club-Band geworden, und obwohl ihre musikalischen Fähigkeiten nicht zu leugnen sind, steht zu befürchten, daß ihre Glanztage definitiv der Vergangenheit angehören. Dennoch hält die Band durch, wie das '95 veröffentlichte Album "Freaks Of Nature" beweist, das vom Sound her (Producer: Jeff Glixman) an die ersten fünf Platten erinnert, allerdings moderner klingt. Auch der inzwischen nach Florida umgezogene Geiger Robby Steinhardt läßt nach vielen Jahren wieder von sich hören, und zwar mit der Formation Steinhardt/Moon. Auf dem gleichnamigen, ziemlich Kansas-lastigen Album sind nicht weniger als drei Shouter zu hören. Genießen läßt sich auch das 1994 erscheinende Box-Set "Kansas". Es besteht aus zwei CDs mit den bekanntesten Hits, einer schönen Buchbeilage mit Fotos aus den Anfangstagen, einer detaillierten Band-History und zwei Tracks der aktuellen Kansas-Besetzung.
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| Gründungsjahr: | (zum editieren der Daten bitte einloggen) |
| Genres: | Heavy Metal |
| Gründungsland: | |
| Plattenvertrag: | Ja |
| Offizielle Homepage: | |
| Aktuelles LineUp: | |
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Diskographie von KANSAS
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Always Never The Same |
CD |
Album |
RH-Review |
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Live At The Whisky |
CD |
Album |
RH-Review |
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Device-Voice-Drum |
CD |
Album |
RH-Review |
| 2000 |
Somewhere To Elsewhere |
CD |
Album |
RH-Review |
Videographie von KANSAS
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Titel |
Medium |
Kategorie |
Review |
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Device, Voice, Drum dvd |
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RH-Review |
KANSAS im WorldWideWeb
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