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RUNNING WILD


Die Geschichte von Running Wild ist vor allem die des Gitarristen und Sängers Rolf Kasparek (alias Rock'n'Rolf) und reicht bis ins Jahr 1980 zurück. Allerdings kristallisiert sich erst zwei Jahre später ein erstes aktionsfähiges Line-up mit Preacher (g.), Stephan Boris (g.) und Wolfgang "Hasche" Hagemann (dr.) heraus, das zwei Songs für den "Death Metal"-Sampler des Berliner Labels Noise (auf dem kein einziger Todesblei-Track steht) einzimmert. Neben Helloween und Grave Digger ernten auch Running Wild euphorische Reaktionen und einen Plattenvertrag. Ihren Album-Einstand geben Rock'n'Rolf & Co. 1984 mit "Gates To Purgatory". Knaller wie 'Victim Of States Power' und das schnell zum Live-Klassiker avancierende 'Prisoner Of Our Time' lassen die Hamburger innerhalb kürzester Zeit zu einer der wichtigsten Speerspitzen der deutschen Metal-Szene werden und ermöglichen es der Combo, als eine der ersten Teutonen-Metal-Truppen in den USA zu touren. Wenig später kommt es zum ersten Besetzungswechsel (einem von vielen in der Running Wild-History): Preacher verläßt die Band und wird durch den nicht gerade begnadeten Majk Moti (alias Michael Kupper) ersetzt. Nichtsdestotrotz wartet das Ende '85 erscheinende Zweitwerk "Branded & Exiled" mit Killersongs wie 'Mordor' oder 'Marching To Die' auf, ganz zu schweigen von dem Evergreen 'Chains & Leather'. Selbst der völlig matschige Sound kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Scheibe ein echter Kracher ist. Um so rätselhafter die '87er Ausfallerscheinung "Under Jolly Roger". Daß die Band vom Nieten & Leder-Outfit zu Piraten-Klamotten wechselt und imagetechnisch mit Seeräuber-Romantik kokettiert - okay. Das Songmaterial klingt jedoch verdächtig nach dem Versuch, sich der lokalen Konkurrenz Helloween anzunähern, und kann zu keiner Sekunde überzeugen. Insbesondere aufgrund der Vocals muß "Under Jolly Roger" als Übergangsalbum gewertet werden, denn Rolfs Versuche, wirklich zu singen, werden erst '88 auf "Port Royal" von Erfolg gekrönt. Auf jenem Album debütieren auch Basser Jens Becker und der britische Drummer Iain Finlay - ein durchaus kreativer Schlagwerker, der aber seine Sticks bald schon wieder einpacken muß, da Rock'nnicht ganz zu Unrecht meint, der Band stünde ein Straight-forward-Drummer besser zu Gesicht. Immerhin ist Finlay aber noch mit an Bord, als Running Wild '89 ihr zweifellos bestes Album zusammenschrauben. "Death Or Glory" besticht auch heute noch durch glänzendes Songmaterial, das eine Truppe präsentiert, die wild entschlossen ist, speedigen Metal völlig ohne Kompromisse durch die Boxen zu blasen. Leider geht es in puncto Line-up mittlerweile aber drunter und drüber: Majk Moti ist durch Axel Morgan ersetzt worden, Finlay durch Stefan Schwarzmann, der wenig später verletzungsbedingt A.C. Platz machen muß. Insofern ist es nicht weiter verwunderlich, daß das '91er Album "Blazon Stone" nicht mehr als solide Running Wild-Kost bietet. Nach den üblichen Besetzungswechseln (Jens Becker und A.C. müssen gehen, Thomas Smuszynski und Rückkehrer Stefan Schwarzmann kommen) zeigt sich die Band gut erholt: "Pile Of Skulls" bietet genau das, was die Fans von ihren Lieblingen erwarten: gradlinigen, gepfefferten Heavy Metal mit satten, eingängigen Melodien. Danach rappelt es erneut im Besetzungskarton: Becker, Morgan und Schwarzmann werden von Bandchef Kasparek vor die Tür gesetzt und gründen wenig später eine Konkurrenz-Truppe, der sie den sinnigen Namen X-Wild verpassen. Gegen den '94er Running Wild-Longplayer "Black Hand Inn" können X-Wild allerdings nicht anstinken. Inzwischen fest mit Deutschlands bestem Metal-Drummer Jörg Michael hinter der Schießbude (er half vorher schon mehrfach live aus) und Thilo Hermann (ex-Risk) als Axel Morgan-Ersatz, liefern die Jungs ihr düsterstes Album seit Jahren ab und können dank hymnenhafter Hits wie 'The Privateer' und 'Fight The Fire Of Hate' voll überzeugen. 1995 kommt im Bandlager dann Premieren-Stimmung auf: Mit "Masquerade" erscheint das erste Album, auf dem das komplette Line-up der Vorgängerscheibe zu hören ist. Allerdings gehört die CD zu den schwächeren musikalischen Lebenszeichen der Metal-Piraten, und folgerichtig wird es danach still um Running Wild. Erst im Winter '97 melden sich Rolf und seine Mannschaft wieder zu Wort: Für Anfang '98 kündigen sie das nächste Album "The Rivalry" (erscheint bei GUN) und die ersten Live-Gigs seit zwei Jahren an.

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Gründungsjahr:1976 (zum editieren der Daten bitte einloggen)
Genres:Heavy Metal
Gründungsland:Deutschland
Plattenvertrag:Ja
Offizielle Homepage:http://www.running-wild.net
Aktuelles LineUp:Rolf Kasparek (v/g)
Peter Pichl (b)
Peter Jordan (g)
Matthias Liebetruth (d)
Ehemalige Bandmitglieder:AC (g)
Axel Morgan (g)
Majk Moti (g)
Gerard "Preacher" Warnecke (g)
Thilo Hermann (g)
Bernd Aufermann (g)
Uwe Bendig (g)
Jens Becker (b)
Stephan Boris (b)
Matthias Kaufmann (b)
Thomas Smuszynski (b)
Wolfgang "Hasche" Hagemann (d)
Stefan Schwarzmann (d)
Christos Efthimiadis (d)
Iain Finlay (d)
Jörg Michael (d, s. a. Stratovarius, Grave Digger uva.)



Diskographie von RUNNING WILD
Jahr Titel Medium Kategorie Review
Dynamit Vol. 20 CD RH-CD  
1984 Gates To Purgatory CD Album RH-Review
1985 Branded And Exiled CD Album RH-Review
1987 Ready For Boarding CD Album RH-Review
1987 Under Jolly Roger CD Album RH-Review
1988 Port Royal CD Album RH-Review
1989 Death Or Glory CD Album RH-Review
1989 Wild Animal CD EP  
1989 Bad To The Bone CD Single  
1991 Little Big Horn CD Album RH-Review
1991 The First Years Of Piracy CD Album RH-Review
1991 Blazon Stone CD Album RH-Review
1992 Pile Of Skulls CD Album RH-Review
1992 Lead Or Gold CD Single  
1994 Black Hand Inn CD Album RH-Review
1994 The Privateer CD Single  
1995 Masquerade CD Album RH-Review
1998 The Rivalry CD Album RH-Review
2000 Victory CD Album RH-Review
2002 The Brotherhood CD Album RH-Review
2002 The Brotherhood Live 2002 CD Album RH-Review
2003 20 Years in History CD Album RH-Review
2005 Rogues En Vogue CD Album RH-Review




Videographie von RUNNING WILD
Jahr Titel Medium Kategorie Review
1990 Death Or Glory Tour Video Album  
2002 LIVE DVD Album  




RUNNING WILD im WorldWideWeb
  http://www.running-wild.net
Offizielle Band-Homepage
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Reviews von RUNNING WILD
  RUNNING WILD -- Rogues En Vogue (Album)
Verfasser:Götz Kühnemund
Note:6.5
RH-Ausgabe: 214

  RUNNING WILD -- 20 Years in History (Album)
Verfasser:Daniel Böhm
Note:-
RH-Ausgabe: 197

  RUNNING WILD -- The Brotherhood Live 2002 (Album)
Verfasser:Götz Kühnemund
Note:-
RH-Ausgabe: 187

  RUNNING WILD -- The Brotherhood (Album)
Verfasser:Götz Kühnemund
Note:6
RH-Ausgabe: 178

  RUNNING WILD -- Pile Of Skulls (Dynamit)
Verfasser:Götz Kühnemund
Note:9
RH-Ausgabe: 66

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Stories von RUNNING WILD
  RUNNING WILD -- ROCK HARD SEZIERTISCH - RUNNING WILD (Interview - Heft Nr. 266)
  ANNIHILATOR -- Alles wieder gut? (Interview - Heft Nr. 197)
  RUNNING WILD -- Wiederholungstäter (Interview - Heft Nr. 74)
  RUNNING WILD -- Die letzte Schlacht... (Interview - Heft Nr. 129)
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Tourdaten von RUNNING WILD
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