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DIO


Als Ronnie James Dio (bürgerlicher Name: Ronald Padavona) 1982 seine eigene Band Dio gründet, hat der kleine Sänger mit der großen Stimme bereits eine beeindruckende Karriere hinter sich: Schon als Zwölfjähriger zockt er in seiner ersten Band The Vegas Kings, die er nacheinander in Ronnie & The Ramblers, Ronnie & The Red Caps und Ronnie Dio & The Prophets umbenennt. Dann folgen The Electric Elves, bald abgekürzt zu Elves und schließlich Elf. Mit (Ritchie Blackmore's) Rainbow und Black Sabbath wird Dio weltbekannt und nimmt diverse Jahrhundertklassiker ("Rainbow Rising", Long Live Rock'n'Roll", "Heaven And Hell", "Mob Rules") auf. Nach Konflikten mit Blackmore und Tony Iommi entschließt er sich dazu, im Alleingang weiterzumachen. Vinnie Appice nimmt er gleich von Black Sabbath mit, holt den ehemaligen Rainbow-Bassisten Jimmy Bain von den Wild Horses dazu und verpflichtet den jungen irischen Gitarristen Vivian Campbell von Sweet Savage. Das erste Dio-Album "Holy Diver" beeindruckt mit einer idealen Mischung aus den Melodien von Rainbow und der Power von Black Sabbath. Musikalische Höhepunkte aus der Dio-Phase dieser beiden Bands werden ins Live-Repertoire übernommen. Ronnie serviert mit kraftvoller, charismatischer Stimme erlesene Gesangslinien und füllt sie mit Texten, die teilweise überhaupt keinen Sinn ergeben. Keyboarder Claude Schnell erweitert die Formation und gibt dem Album "The Last In Line" etwas mehr Farbe. Bis heute sind die ersten beiden Dio-Alben Ronnies musikalische Visitenkarten geblieben, deren Klasse die Band später nie wieder erreicht hat. Nach der enttäuschenden "Sacred Heart"-LP mit zu vielen Lückenfüllern und dem Charity-Projekt "Hear'n'Aid" verläßt Campbell das Boot wegen Meinungsverschiedenheiten mit Dio. Für die laufende US-Tour wird Craig Goldie (ex-Giuffria/Rough Cutt) engagiert, der auf dem Live-Mini-Album "Intermission" versucht, sich als würdiger Nachfolger Campbells zu etablieren. Dies gelingt ihm auch auf der Studio-LP "Dream Evil" nicht, die konsequent von ihren Vorläufern abkupfert. Live verwendet Dio immer mehr Show-Einlagen à la Walt Disney und Star Wars, bei denen sich mechanische Ungetüme Laser-Schlachten liefern und der tapfere Sanges-Ritter mit Gummi-Echsen kämpft. Nach Unstimmigkeiten innerhalb der Band feuert Dio, der sich wegen seines diktatorischen Verhaltens schnell den wenig schmeichelhaften Beinamen "Little Hitler" eingehandelt hat, die gesamte Besetzung bis auf Vinnie Appice. Unter mehr als 5.000 Demo-Bewerbern sucht Dio den 17jährigen Rowan Robertson als neuen Gitarristen aus. Mit ihm und einigen weiteren Musikern, die vom Alter her seine Söhne sein könnten, versucht Ronnie mit "Lock Up The Wolves" eine Art Remake des ersten Dio-Albums. Vinnie Appice wartet das Ende der Aufnahmen gar nicht erst ab, sondern verabschiedet sich schon vorher, Simon Wright von AC/DC beendet die Sessions für ihn und kommt schließlich als festes Mitglied in die Band. Außerdem verdienen 1990 der ehemalige Yngwie Malmsteen-Keyboarder Jens Johansson und der unbekannte Bassist Teddy Cook ihr Geld bei Dio. In dieser Besetzung findet eine Welt-Tournee statt, die Dio im Mai 1990 als Special Guest von Metallica auch nach Europa führt. Während der US-Tour kommt bei einem Gig Geezer Butler auf die Bühne und zockt den Black Sabbath-Song 'Neon Knights' mit. Was als nostalgische Einlage beginnt, zieht einen Schwanz von Ereignissen nach sich: Auf Kosten von Bassist Neil Murray und Sänger Tony Martin wird bei Black Sabbath Platz gemacht für die Rückkehrer Butler und Dio. Bassist Cook hat Dio allerdings eh bereits verlassen, und Drummer Wright gründet Mr. Rude, während Ronnies Schützling Robertson von nun an mit Ex-Lynch Mob-Sänger Oni Logan zusammenarbeitet. Als Ausklang der Dio-History wird die CD "Diamonds - The Best Of Dio" mit den größten Hits der vergangenen neun Jahre veröffentlicht. Allzu lange währt die erneute Zusammenarbeit mit Black Sabbath allerdings nicht, denn das Gespann Dio/Iommi bildet weiterhin ein explosives Gemisch. Eine wenig erfolgreiche CD ("Dehumanizer") und eine Tour im Vorprogramm von Ozzy Osbourne sind denn auch Grund genug, die Sache platzen zu lassen. Als ob nichts geschehen wäre, liefert Dio kurz darauf mit Appice, Dokken-Bassist Jeff Pilson und Gitarrist Tracy G. (ex-WW III) das überraschend gute Album "Strange Highways" ab. Stilistisch wird zwar nichts Neues geboten, doch vor allem das gute Geschrubbe von Tracy G. und die harte Produktion von Mike Fraser imponieren. Allerdings wird diese Qualität live nicht immer überzeugend wiedergegeben. Im Sommer '96 gibt Ronnie James Dio völlig überraschend ein kurzes Gastspiel auf der Dog Eat Dog-Scheibe "Play Games" und liefert außerdem das durchschnittliche Scheibchen "Angry Machines" ab, das sich nicht sonderlich gut verkauft. Glaubhafte Meldungen besagen Ende 1997, daß Dio seine Solokarriere zunächst auf Eis legen und einen erneuten Anlauf mit Rainbow bzw. seinem alten Intimfeind Ritchie Blackmore wagen will. Ob dieser Versuch glücklicher endet als die Black Sabbath/Dio-Neuauflage, bleibt abzuwarten.

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Gründungsjahr:1982 (zum editieren der Daten bitte einloggen)
Genres:Heavy Metal
Gründungsland:USA
Plattenvertrag:Ja
Offizielle Homepage:http://www.ronniejamesdio.com/
Aktuelles LineUp:
Ehemalige Bandmitglieder:



Diskographie von DIO
Jahr Titel Medium Kategorie Review
Dynamit Vol. 20 CD RH-CD  
1983 Holy Diver CD Album RH-Review
1983 Rainbow In The Dark CD Album RH-Review
1984 The Last In Line CD Album RH-Review
1985 Sacred Heart CD Album RH-Review
1986 Intermission EP Vinyl Album  
1987 Dream Evil CD Album RH-Review
1990 Lock Up The Wolves CD Album RH-Review
1993 Strange Highways CD Album RH-Review
1996 Angry Machines CD Album RH-Review
1998 Dio´s Inferno - The Last In Live CD Album RH-Review
2000 Magica CD Album RH-Review
2002 Killing The Dragon CD Album RH-Review
2004 Master Of The Moon CD Album RH-Review
2005 Evil Or Divine - Live In New York City CD Album RH-Review
2005 Holy Diver CD Album RH-Review
2006 Holy Diver - Live CD Album RH-Review




Videographie von DIO
Jahr Titel Medium Kategorie Review
2003 Evil Or Divine DVD Album RH-Review




DIO im WorldWideWeb
  http://www.angelfire.com/realm/dio/
Fan-Page
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  http://dio-fansite.hypermart.net/
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  http://www.dio.net/
Fan-Page
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  http://www.ronniejamesdio.com/
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Reviews von DIO
  DIO -- Holy Diver - Live (Album)
Verfasser:Jenny Rönnebeck
Note:/
RH-Ausgabe: 229

  DIO -- Holy Diver (Album)
Verfasser:Jenny Rönnebeck
Note:9.5
RH-Ausgabe: 222

  DIO -- Evil Or Divine - Live In New York City (Album)
Verfasser:Jenny Rönnebeck
Note:/
RH-Ausgabe: 215

  DIO -- Evil Or Divine (DVD - Musik)
Verfasser:Götz Kühnemund
Note:
RH-Ausgabe: 203

  DIO -- Master Of The Moon (Album)
Verfasser:Jenny Rönnebeck
Note:7.5
RH-Ausgabe: 208

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Stories von DIO
  MORGANA LEFAY -- Das Jubiläum! (Interview - Heft Nr. 220)
  DIO -- Peter Tägtgren interviewt Ronnie James Dio (Interview - Heft Nr. 187)
  DIO -- Songs für die zweite Generation (Interview - Heft Nr. 114)
  DIO -- Interview mit Ronnie James Dio (Interview - Heft Nr. 8)
  DIO -- Kommt die Rainbow-Reunion? (Interview - Heft Nr. 130)
Alle Stories von DIO: hier klicken!



Fans von DIO
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Tourdaten von DIO
Derzeit keine Tourdaten vorhanden.


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