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GRAVE DIGGER In einem Jugendzentrum in Gladbeck beschließen die beiden musikbesessenen Jungspunde Chris Boltendahl und Peter Masson, eine Metal-Band ins Leben zu rufen, wobei Masson die Position des Gitarristen und Sängers übernimmt und Boltendahl den Viersaiter zupft. Mit Schlagzeuger Lutz Schmelzer, der kurze Zeit später bereits durch Peter Seibel ersetzt wird, sind Grave Digger komplett und erringen 1981 einen Achtungserfolg, als sie einen Newcomerwettbewerb in Recklinghausen gewinnen. Aber erst 1983 stehen die Zeichen für Grave Digger auf Sturm. Doch bevor es so richtig losgeht, wird erst einmal Chris Boltendahl aus der Band befördert, weil keiner mehr Bock hat, mit ihm zu arbeiten. Zwei Monate später trudelt ein Plattenvertrag aus dem Hause Noise für den "Rock From Hell"-Sampler im Grave Digger-Camp ein, und sofort erfolgt eine Umstrukturierung innerhalb der Band: Willi Lackmann am Baß und Albert Eckhard an den Drums kommen hinzu. Peter Masson will sich nur noch auf sein Gitarrenspiel konzentrieren, so daß ein Shouter gefunden werden muß. Und da erinnert man sich kurioserweise wieder an den vorher angeblich so unbequemen Chris Boltendahl! In dieser Besetzung wird das legendäre Debüt "Heavy Metal Breakdown" eingespielt, das auch heute noch Kultstatus bei vielen eingefleischten Metal-Freaks genießt. Willi Lackmann verläßt anschließend die Band, so daß Chris und Peter bei den Aufnahmen zur "Shoot Her Down"-EP gemeinsam die Baßparts einspielen. Gleiches gilt auch für den regulären Longplayer "Witch Hunter", bei dem man den neuen Mitstreiter Rene T. Bone (welch ein Künstlername!) während der Aufnahmen feuert, weil er schlicht und einfach sein Instrument nicht beherrscht. "Witch Hunter" ist ähnlich erfolgreich wie "Heavy Metal Breakdown", und die folgende Tour mit Helloween als Support stößt auf hervorragende Resonanzen. Mit "War Games" erleben Grave Digger 1986 eine kleine Schlappe in puncto Verkaufszahlen, dennoch kann die Tour (mit von der Partie sind Celtic Frost und Helloween) voll überzeugen. Peter Masson verläßt überraschend die Band, für ihn kommt Uwe Lulis, Massons Gitarrenroadie auf der "War Games"-Tour. Von dem Erfolg von Bon Jovi und Konsorten stark beeindruckt, erfolgt anschließend eine gravierende Kurskorrektur in Richtung US-Markt. Mit einem "ordentlichen" Produzenten werden die bereits verfaßten kommerziellen Songs durch Hinzunahme von Keyboards noch zusätzlich auf Mainstream getrimmt, und zu guter Letzt findet man auch noch den Bandnamen zu gewagt. "Stronger Than Ever" erscheint denn auch folgerichtig mit einem extrem kultigen Coverartwork und unter dem Namen Digger. Obwohl die Scheibe gar nicht mal so schlecht ist, geht der Schuß voll nach hinten los, weil die Fans von einst den Schritt nicht nachvollziehen können und die Klientel, für die "Stronger Than Ever" eigentlich gedacht ist, den Jungs die kalte Schulter zeigt. Digger lösen sich daraufhin sang- und klanglos auf, Chris Boltendahl drückt wieder die Schulbank und wird Sozialarbeiter. Aber die Liebe zur Musik hat er nie aufgegeben. Deswegen macht er auch kurze Zeit nach dem Digger-Split wieder gemeinsame Sache mit Gitarrist Uwe Lulis. Man nennt das Projekt Hawaii, schreibt Songs und veröffentlicht ein Demo, das etliche Songs des "The Reaper"-Outputs beinhaltet. Mehr passiert aber leider nicht. 1993 beschließt das Gespann Boltendahl/Lulis, unter dem Namen Grave Digger ein Comeback zu wagen. Doch aller Anfang ist schwer, und so wird eine Vier-Track-CD in Eigenregie aufgenommen. Trotz guter Kritiken zeigt jedoch keine Company Interesse an Grave Digger. Nicht zuletzt dank der Initiative von Rock Hard-Chefredakteur Götz Kühnemund und Drakkar Promotion-Boß Boggi Kopec nehmen G.U.N. sich der Combo schließlich an. "The Reaper" wird vom Dreigestirn Boltendahl/Göttlich/Lulis sowie Allround-Schlagzeuger Jörg Michael eingespielt und knüpft nahtlos an die Frühwerke an. Bei den Headliner-Shows (Support: Capricorn) und als Anheizer für Running Wild auf der nachfolgenden Tour schwelgt so mancher Headbanger in Nostalgie. Nach der "Symphony Of Death"-EP verabschiedet sich Jörg Michael in Richtung Running Wild und wird durch Frank Ulrich ersetzt, doch auch diese Zusammenarbeit währt nicht lange. "Heart Of Darkness", der '95er Release, beginnt genau dort, wo "The Reaper" aufgehört hat. Obwohl Grave Digger zu dieser Zeit sehr viel zur Renaissance des Heavy Metal beitragen, werden sie die Früchte erst mit dem nächsten Album ernten. Drummer Stefan Arnold ist mittlerweile fest in die Band integriert, und für "Tunes Of War" haben sich die Jungs etwas ganz Besonderes ausgedacht. In bester "Braveheart"-Manier wird die schottische Geschichte aufgerollt, und zwar auf der Basis von sehr sauberen und ausführlichen Recherchen. Das beeindruckt den schottischen Cavanaugh-Clan so sehr, daß er die Musiker wenig später zu Ehrenmitgliedern ernennt. "Tunes Of War" besticht mit Krachern wie 'Rebellion (The Clans Are Marching)', 'The Dark Of The Sun' oder 'The Ballad Of Mary (Queen Of Scots)', so daß es niemanden verwundert, daß die Band endlich einmal die Media Control-Charts entert. 1997 feuern Grave Digger Tomi Göttlich und holen dafür Ex-Running Wild/X-Wild-Basser Jens Becker an Bord. Griechenland-Urlaubern sei der Tip gegeben, sich einmal mit den örtlichen Plattenläden vertraut zu machen, denn da kann ein kleines Schnäppchen an Land gezogen werden: die Single 'Hellas Hellas', eine Fußball-Hymne im Heavy Metal-Gewand, von Grave Digger eingespielt und von Chris auf griechisch (!) gesungen. zum editieren bitte einloggen
Diskographie von GRAVE DIGGER
Videographie von GRAVE DIGGER
GRAVE DIGGER im WorldWideWeb http://www.mannischmidt.de/
Offizielle Webseite des Gitarristen Manni Schmidt editieren nicht möglich http://www.grave-digger.de/
Offizielle Homepage editieren nicht möglich Reviews von GRAVE DIGGER GRAVE DIGGER -- Ballads Of A Hangman (Dynamit)
GRAVE DIGGER -- Pray (EP) (Album)
GRAVE DIGGER -- Liberty Or Death (Dynamit)
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