Die Idee


Ursprünglich war das ROCK HARD-Festival als einmalige Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen des ROCK HARD-Magazins in 2003 gedacht. Aufgrund der FANtastischen Reaktionen haben sich die Macher jedoch spontan für eine Fortsetzung entschieden. Ziel der Veranstalter ist es in jedem Jahr, Bands wie Fans optimale Rahmenbedingungen für ein Festival der Extraklasse zu bieten. Der mittelgroße Rahmen (maximale Kapazität: rund 6.100 Zuschauer) bedingt, dass die Mega-Stars der Branche ihre Rekordgagen anderswo einstreichen (nämlich dort, wo die Besucher wie Konsum-Schafe auf landwirtschaftlichen Nutzflächen eingepfercht werden). Stattdessen liegt der Schwerpunkt des ROCK HARD-Festivals auf starken Szene-Themen internationalen Zuschnitts, einer gewissen musikalischen Bandbreite, guten Liveperformances sowie Underground-Kultbands und brandheißen Newcomern. Immerhin steht für die Qualität der Bands die ROCK HARD-Redaktion gerade, die ausschließlich die Auswahl des Festivals trifft. Darüber hinaus ist es der Anspruch der Macher, endlich ein international besetztes Festival im bevölkerungsreichsten Ballungsraum Europas zu entwickeln: dem Ruhrgebiet, bisher unverständlicherweise ein weißer Fleck auf der Festival-Landkarte.

Dabei ist der Ort alles andere als zufällig gewählt, schließlich stammen Bands wie Kreator, Sodom, Rage oder Grave Digger wie das ROCK HARD-Magazin aus dem Revier und sind den Fans weltweit (wie etwa der S04 oder der BvB) ein Begriff.

In 2003 hatten Bands wie BLIND GUARDIAN, ANTHRAX, DORO, SAXON, KREATOR, SODOM, ARCH ENEMY, TROUBLE, NEVERMORE und SOILWORK (u. a.) die Fans begeistert. Die mitgeschnittene DVD (Nuclear Blast/Warner) hat sich in Europa rund 10.000 Mal verkauft.

2004 ließen (u. a.) MACHINE HEAD, IN EXTREMO, STRATOVARIUS, GAMMA RAY, EXODUS, RAGE, DESTRUCTION, METAL CHURCH, DARK TRANQUILLITY und GLUECIFER den Betonboden des Amphitheaters vibrieren.

2005 feierten Tausende im fast ausverkauften Kessel ihre Helden, wie ACCEPT, CHILDREN OF BODOM, OVERKILL, MASTERPLAN und THE HAUNTED. 2006 stand die inzwischen verstorbene Hardrock-Legende DIO auf der Bühne. EDGUY, SOILWORK, FATES WARNING, BOLT THROWER und die Ruhrpott-Kult-Combo RANDALICA rockten ebenfalls das Rund.

2007 gab es ein Wiedersehen mit den Urrockern THIN LIZZY, den Bierthrashern TANKARD, Maiden-Urgestein PAUL DI'ANNO,  ARMORED SAINT, VADER, AXEL RUDI PELL, AMON AMARTH und DEATH ANGEL.

2008 zeigten TESTAMENT, wo der Thrash-Hammer hängt, IMMORTAL posten sich düster durch den Samstagabend und ICED EARTH bewiesen nach der Rückkehr ihres verlorenen Sohnes, Matt Barlow, dass auch jetzt noch mit ihnen zu rechnen ist. VOLBEAT sorgten für eine Bombenstimmung und EXODUS, NAPALM DEATH, ENSLAVED, EXCITER, ASPHYX und DIE APOKALYPTISCHEN REITER bliesen harte Töne ins Amphitheater-Rund. Gemäßigter, aber nicht minder gewaltig, gingen Y&T, JORN, SIEGES EVEN und PARADISE LOST zu Werke.

Ein nahezu ausverkauftes Haus konnte das Rock Hard-Festival am Pfingstwochenende 2009 verzeichnen. Bei strahlendem Sonnenschein pilgerten jeweils mehr als 7.000 Freunde der härteren Rockmusik täglich ins Gelsenkirchener Amphitheater um mit stilistisch so unterschiedlichen Bands wie OPETH, CHILDREN OF BODOM und SAXON die Hardrockparty des Jahres zu feiern. Den Vogel schossen die Dänen D-A-D ab, die schon am Sonntagnachmittag mit reichlich Pyrotechnik und ausgefallenen Kostümen für fröhliche Stimmung sorgten. Weitere Höhepunkte waren PRONG, FORBIDDEN, SACRED REICH, JON OLIVA, GRAND MAGUS, UFO und AUDREY HORNE.

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 wurde es erst recht eng im Amphitheater. KREATOR luden zum Heimspiel ein und RAGE organisierten gleich ein Sinfonie-Orchester, um ihren Backkatalog in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Die niederländischen Senkrechtstarter THE DEVIL'S BLOOD gaben ihre spirituell-düstere Visitenkarte ab, während Opeth-Häuptling Mikael Åkerfeldt dem guten alten Death Metal mit einer exklusiven BLOODBATH-Show huldigte. Ebenfalls verhaltensauffällig: KATATONIA, ORPHANED LAND, KEEP OF KALESSIN, SABATON, RAVEN, EXHORDER, NEVERMORE, SONATA ARCTICA und MAMBO KURT.  Dem WDR war dies ein zweistündiges Rockpalast-Special wert! Herzlichen Dank!

2011 verabschiedete sich Matt Barlow vor einem ausverkauften Amphitheater von den ICED EARTH-Fans, DOWN legten die Location in Schutt und Asche und TRIPTYKON spielten eine ihrer raren Deutschland-Shows. Weiterhin am Start: AMORPHIS, OVERKILL, MORGOTH und VICIOUS RUMORS. Der WDR dokumentierte das Festival und die komplette DOWN-Show für eine Rockpalast-Sendung, die am 24. Juli ausgestrahlt wurde.

2012 stand im Zeichen von aufstrebenden Bands wie den Neo-Seventies-Rockern GRAVEYARD oder den Hardcore-Vintage-Metallern KVELERTAK, die bewiesen, dass sich auf dem ROCK HARD FESTIVAL Tradition und Zukunft auf hohem Niveau die Waage halten. W.A.S.P. überzeugten mit professionellem US-Entertainment, Michael Kiske strapazierte bei der All-Star-Band UNISONIC die Stimmbänder und BOLT THROWER ließen den britischen Todeshammer kreisen, die Jeansrocker von TURBONEGRO am Freitagabend lasziv ihre Hüften. Melancholisch wurde es zuweilen bei PSYCHOTIC WALTZ, ganz im Gegensatz zur Volksfeststimmung bei TANKARD, mittendrin staunten Bands wie GIRLSCHOOL, UNLEASHED oder MAGNUM über das wohl abwechslungsreichste ROCK HARD FESTIVAL aller Zeiten! So feiert man 10 Jahre!